Nach minutenlangem, begeistertem Schlussapplaus und vielen Dankesreden ging am Mittwochabend die sechste und letzte Aufführung des Musicals „Dracula - das Grusical“ von Claus Martin am Gymnasium Gröbenzell zu Ende. „Hurra, wir sind bescheuert“ – diesen Chor der Patienten der Irrenanstalt von Dr. Sewart gaben alle Mitwirkenden am Ende noch einmal voller Elan als Zugabe zum Besten.
Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Gröbenzell führt „Dracula – Das Grusical“ auf
Gymnasium Gröbenzell

Gröbenzell - Nach minutenlangem, begeistertem Schlussapplaus und vielen Dankesreden ging am Mittwochabend die sechste und letzte Aufführung des Musicals „Dracula - das Grusical“ von Claus Martin am Gymnasium Gröbenzell zu Ende. „Hurra, wir sind bescheuert“ – diesen Chor der Patienten der Irrenanstalt von Dr. Sewart gaben alle Mitwirkenden am Ende noch einmal voller Elan als Zugabe zum Besten. Wenn man bedenkt, dass 150 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 7-12 sowie über ein Dutzend Lehrkräfte in einer Rekordzeit von nur neun Monaten den Kraftakt hingelegt haben, das abendfüllende „Grusical“, eine moderne Version des Dracula-Stoffs, zur Bühnenreife zu bringen und sechs bis auf den letzten Platz ausverkaufte Vorstellungen zu absolvieren, dann könnte man tatsächlich meinen, dass man dazu schon ein bisschen irre sein muss.

Unter der Gesamtleitung der Fachschaft Musik (Stefan Grünfelder, Julia Herrscher, Holger Dehm) und unter der Regie von Schulleiter Boris Hackl, der auch den Profilkurs Theater in der Oberstufe unterrichtet, trugen eine Vielzahl unterschiedlicher Gruppen dazu bei, das Musical gekonnt in Szene zu setzen: Das raffinierte Bühnenbild, das von einem Umbau-Team mehrfach in beeindruckender Geschwindigkeit verwandelt wurde, hatte ebenfalls Stefan Grünfelder konzipiert und gebaut; der Wahlkurs „Werkstatt Kunst“ unter der Leitung von Nicole Raabe hatte die Säulen gestaltet und Hausmeister Thomas Holzhauser unter anderem die Särge gezimmert. Die Technik-Crew unter der Leitung von Christoph Bürgis leistete wieder einmal Spitzen-Beleuchtung und Special-Lichteffekte. Unterstützt wurde sie durch Instrumentallehrer Thomas Peschel als Tontechniker.

In dieser Umgebung konnten die von Julia Herrscher eingekleideten und von der Maske unter Leitung von Laura Wiedenhofer und Ramona Brehm meisterhaft hergerichteten Darstellerinnen und Darsteller ihr volles Potenzial entfalten. Die Mitglieder des Chors sowie die Solisten sangen, spielten und tanzten nach Choreographien von Dr. Eva Weingandt und Mariam Magassa. Alles wurde untermalt und getragen von den wunderbaren, mal gruseligen, mal mitreißenden Klängen der Band und des Orchesters, deren Mitglieder ihr Können auf hohem Niveau unter Beweis stellten. In den Hauptrollen glänzten Anna Belotcerkovskaia (Q 11) als Dracula, Jasmin Andersohn (10 a) bzw. Hannah Zerres (Q 11) als Mina sowie Arjen Cicek (Q 12) als deren Verlobter Jonathan. Minas Freundin und Kollegin Lucy wurde von Alima Darouiche (Q 12) bzw. Amelie Cords (Q 12) verkörpert. Die beiden Mädchen treten ihren Dienst als Schwesternschülerinnen unter der Anleitung von Mrs. Ascot, gespielt von Julina Kleekämper (Q 11) bzw. Ronja Forster (Q 11), in der psychiatrischen Klinik des selbst ein wenig irre wirkenden Dr. Sewart (Marc Willeitner, Q 11, bzw. Benjamin Reiser, Q 12) an. Als Lucy Opfer eines Vampirbisses durch Dracula wird, rufen Mrs. Hawkins und Dr. Sewart den Londoner Spezialisten für besondere Krankheiten Van Helsing, verkörpert von Koray Hahn (Q 12), zu Hilfe. Alle Beteiligten treffen schließlich auf dem Maskenball der Immobilienmaklerin Mrs. Hawkins (Magdalena Catarinelli, Q 12, bzw. Nia Klokkers, Q 11) aufeinander, die dem Grafen Dracula teure Villen verkaufen will und erpicht auf einen adeligen Ehegatten ist. Am Ende des Stücks ist Mrs. Hawkins zwar nicht Gräfin Dracula geworden, aber es gibt eine Menge neuer Vampire.

Nach der langen Corona-Zeit, in der keine Theateraufführungen oder Konzerte möglich waren, stürzten sich alle Beteiligten in diesem Schuljahr voller Eifer in die Arbeit. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Man darf gespannt auf das nächste Musical-Projekt sein, das Julia Herrscher in ihrem Schlusswort in Aussicht stellte. Die Schülerinnen und Schüler haben jedenfalls nicht nur die unterschiedlichsten Theaterberufe kennengelernt, sondern sind auch zu einer tollen Gemeinschaft zusammengewachsen. Diese Musical-Produktion wird ihnen sicher lange in Erinnerung bleiben.

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