Die Initiatorinnen sind jetzt auf der Suche nach neuen Räumen
Stefan Berger/pixelio.de
Gilching – Mit Einschränkung hatte das Gilchinger Ratsgremium in der Maisitzung einer finanziellen Unterstützung für die geplante Großtagespflege „Allimonia GbR“ zugestimmt. Räume waren im „alten Gewerbegebiet“ gefunden, das Konzept überzeugte. Nun ist der Traum der Initiatorinnen geplatzt. Wie berichtet, hatten die Erzieherinnen Zsanett Nementi und Monika Übelacker Antrag auf Zuschuss in Höhe von 39000 Euro jährlich zum Betrieb einer Tagespflegestelle für Kleinkinder an der Lilienthalstraße gestellt und auch genehmigt bekommen. Jedoch vorerst auf drei Jahre beschränkt. Für Kritik sorgte allgemein die festgesetzte Betreuungszeit. Geplante Öffnungszeit war von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Matthias Vilsmayer (FW) sprach von einer „Zwangsaufbewahrung“, da die Kleinkinder laut Konzept nicht vor 15.30 Uhr abgeholt werden dürfen. „Wenn eine Mutter nur bis 12 Uhr arbeitet, sollte sie ihr Kind noch vor dem Mittagsschlaf abholen können. Für ein Baby mit sechs Monaten ist die geplante Betreuungszeit relativ lange“, gab Vilsmayer zu bedenken.

Grundsätzlich war die Notwendigkeit vom Gremium bestätigt worden. „Uns entlastet das Projekt, da es lange Wartelisten gibt und unsere Einrichtungen voll sind. Über das Konzept kann man allerdings geteilter Meinung sein“, betonte Bürgermeister Manfred Walter.  Im Übrigen sei er überzeugt, dass mit Anlaufen des Betriebes eine Abstimmung mit den Eltern möglich wird. Was die anwesenden Erzieherinnen auch bestätigten. Geplant war, die Einrichtung an der Lilienthalstraße 10 mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im Herbst zu eröffnen. Daraus wird nun nichts. Laut Walter hat das Landratsamt lediglich eine Genehmigung für ein Jahr signalisiert. Die übergeordnete Behörde habe darauf aufmerksam gemacht, dass es durch die Einrichtung für Kinder zu Einschränkungen für das Gewerbe kommen könnte. „Kommt zum Beispiel ein Antrag auf eine Waschanlage, würde diese nicht genehmigt werden, weil durch den Lärm die Kinder gestört werden. Da es aber ein Gewerbegebiet ist, hat Gewerbe Vorrang“, erklärte Walter. Nun werde mit Hilfe der Kommune Ausschau nach geeigneten Räumen gehalten. Benötigt werden mindestens 100 Quadratmeter, verteilt auf vier Räume und Zugang zum Garten. Für die Zubereitung der Mahlzeiten wird zudem Platz für eine rund 20 Quadratmeter große Küche benötigt. Wer etwas im Angebot hat, kann sich unter allimonia.gilching@gmail.com mit den Initiatorinnen in Verbindung setzen. LeLe
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