Gilching – Wer den Gilchinger Gemeinderat besucht, kennt ihre Stimme: Klar, eindringlich und voller Leidenschaft hält Gabriele Taubenhuber im Rahmen der Bürgersprechstunde immer wieder Plädoyers zum Schutz der Natur. Mit fundiertem Wissen und Empathie mahnt sie ein fürs andermal, ökologische Verantwortung zu übernehmen, für die Umgebung, für die Tiere und Pflanzen, für kommende Generationen. Und weil sie das Gefühl hat, ihre Worte verhallten, insbesondere bei den Verantwortlichen, irgendwo im luftleeren Raum, fing sie vor drei Jahren an, Bücher zu schreiben. Ihr neuestes und vierte Werk in Folge trägt den Titel „Gegenwind“ und wird am 18. April im „Cafè Andechs“ im Betreuten Wohnen vorgestellt.
Auch wenn sich Gabriele Taubenhuber immer wieder mal so fühlt, als fände sie keine offenen Ohren für ihre vielfältigen Themen, Fans hat sie. Unter anderem Rosmarie Brosig und Oliver Kübrich, die von Taubenhuber zu einer kleiner Privataudienz am „Treffpunkt Kraftbaum“ im Rathauspark eingeladen waren, als erste einen Blick in ihr neuestes Werk zu werfen. Im Vorwort dazu schreibt die 79-Jährige unter anderem:
„Sucht der Mensch die Liebe – die wahre und echte – so gibt es nur eine Antwort: Gleich welchen Glauben man hat, es ist die Ehrfurcht vor dem Leben, die Güte, die Gewaltlosigkeit, das Nicht-Töten und das Nicht-Schaden-Zufügen. Diese Werte gelten nicht nur im Umgang mit anderen Menschen, sondern auch gegenüber der tierischen Spezies…“.
„Ich finde es bemerkenswert, mit welchem Engagement Frau Taubenhuber sich in ihrem Kampf um mehr Aufmerksamkeit für unsere Natur und unsere Tiere nicht beirren lässt, und auch die Hoffnung nicht aufgibt, etwas zu erreichen“, betont Oliver Kübrich. Und Rosmarie Brosig, die bisher für „Bürger für Gilching“ im Ratsgremium saß, den Einzug aber dieses Mal knapp verfehlt hat, versprach, es Taubenhuber gleich zu tun und künftig die Bürgersprechstunde zu nutzen, um weiterhin auf Missstände in der Gemeinde aufmerksam zu machen. „Ich werde, wie schon als Gemeinderätin, die vielen Schlaglöcher in der Gemeinde anmahnen und Frau Taubenhuber wird weiterhin den Raubbau an der Natur anprangern.“
Traurig findet Taubenhuber, dass es für ihre Bücher keinen Platz in der gemeindlichen Bücherei gibt. „Es bereitet mir einfach körperliche Schmerzen, wenn ich sehe, dass es auf unseren landwirtschaftlich genutzten Feldern keinen Platz mehr für Pflanzen und Blumen gibt und somit auch keine Nahrung mehr für unsere Insekten und Vögel. Und darauf will ich aufmerksam machen. Deshalb verstehe ich nicht, dass es seitens der Verantwortlichen so wenig Unterstützung gibt.“
Zu ihrer Lesung am Samstag, 18. April lädt sie explizit auch Mandatsträger sowie die Jägerschaft ein, um sich einer interessanten Diskussion zu stellen. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht notwendig. Beginn der Lesung ist im 16 Uhr.