Ein Airbus A400M und zwei eskortierende Eurofighter überflogen in Formation die Verabschiedung.
Ein Airbus A400M und zwei eskortierende Eurofighter überflogen in Formation die Verabschiedung.
Natalie Moßhammer/Bundeswehr

Fürstenfeldbruck – Rund 340 männliche und weibliche Offizieranwärter des 124. Lehrgangs für Offizieranwärter des Truppendienstes wurden im Beisein von rund 900 Freunden und Familienangehörigen mit einem Appell verabschiedet. Für die Vertreter der Stadt Fürstenfeldbruck und des Freistaats Bayern war dies aber auch der endgültige Abschied der Offizierschule der Luftwaffe von der Garnisonsstadt.

„Fursty“ ist Geschichte – zumindest für die Offizierschule der Luftwaffe (OSLw). Während eine lange Reihe unzähliger Lehrgänge nach 48 Jahren am hiesigen Standort endet, beginnt für die jungen Offizieranwärter des 124. Lehrgangs jetzt erst ihre militärische Lebensgeschichte.

100 Tage im Amt als Inspekteur

Genauso steht auch der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Holger Neumann, nach exakt 100 Tagen im Amt an seinem Startpunkt, „um Verantwortung zu übernehmen“, wie er selbst in seiner Ansprache erwähnte. In seiner Rede gratulierte Neumann den jungen Offizieranwärtern zu dem im Team Luftwaffe Geleisteten. Dies dürfe er zum ersten Mal im Amt als Inspekteur der Luftwaffe tun und zeigte damit auch Respekt und Anerkennung. „Uns verbindet der Anspruch, uns mit ganzer Kraft unseren großen Aufgaben zu widmen“, so der General.

„Menschen vertrauen Menschen, nicht Verfahren“

Brigadegeneral Gero von Fritschen erinnerte in seiner Ansprache, dass den Offizieranwärtern in den vergangenen Monaten an der OSLw vor allem unterschiedliche Kompetenzen vermittelt wurden – nicht nur Fach-, sondern auch Methoden- und Sozialkompetenz. „Den inneren Halt liefert die Selbstkompetenz: Standfestigkeit, Selbstreflexion und Disziplin sind Fähigkeiten, im Sturm ruhig zu bleiben und Autorität durch Haltung zu gewinnen“, konstatierte der Kommandeur der Offizierschule, für den es ebenfalls der erste „große“ Lehrgang war, den er als Kommandeur verabschieden durfte. „Vergessen sie nicht: Menschen vertrauen Menschen, nicht Verfahren“, führte von Fritschen weiter aus.

Staatsminister Florian Herrmann zollte den jungen Menschen im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei seinen Respekt dafür, dass sie sich auch oder gerade wegen des geänderten sicherheitspolitischen Umfeldes für den Soldatenberuf entschieden hätten.

Bayerischer Defiliermarsch und Vorbeiflug

Im strömenden Regen wurden zudem acht Lehrgangsbeste mit Sonderpreisen ausgezeichnet, darunter in der besten kompetenzübergreifenden Prüfung und im Modul „Physische und psychische Belastbarkeit“. Weder dem Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim, das den Appell unter anderem mit dem Bayerischen Defiliermarsch und dem Fliegermarsch musikalisch begleitete, noch der aus einem Airbus A400M und zwei eskortierenden Eurofightern bestehenden Formation, die als fliegerischer Gruß einen tiefen Vorbeiflug absolvierte, konnte der Regen allerdings etwas anhaben. Die Feierlichkeiten wurden erst am folgenden Tag mit dem traditionellen Abschlussball im Kongress-Zentrum Augsburg beendet.

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