Demenz ist eine Krankheit, gleichzeitig bedeutet die Diagnose nicht das Ende der Lebensqualität. Dies soll unter anderem anlässlich der bayernweit stattfindenden Demenzwochen unter dem Thema „Festhalten, was verbindet“ vermittelt werden.  Start der vier geplanten Aktionen in Gilching war am Montag mit einer Ausstellungseröffnung im Rathaus-Foyer.
Auf dem Foto von links: Kurt Rode (SB), Hanka Schmitt-Luginger, Manfred Walter, Michael Wolfschlag sowie Hans Schraufnagl (SB)
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Gilching – Demenz ist eine Krankheit, gleichzeitig bedeutet die Diagnose nicht das Ende der Lebensqualität. Dies soll unter anderem anlässlich der bayernweit stattfindenden Demenzwochen unter dem Thema „Festhalten, was verbindet“ vermittelt werden.  Start der vier geplanten Aktionen in Gilching war am Montag mit einer Ausstellungseröffnung im Rathaus-Foyer.

Mit der zweiten Bayerischen Demenzwoche in Folge möchte das Ministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) das Thema Demenz mehr noch in den Fokus der Öffentlichkeit bringen, erklärte Hanka Schmitt-Luginger, Vorsitzende des Seniorenbeirats in Gilching. Wie schon 2019 ist sie mit ihrem Team auch heuer wieder mit dabei. Start war am Montag im Foyer des Rathauses mit der Eröffnung der Ausstellung zum Thema „Was geht. Was bleibt.“ Bürgermeister Manfred Walter begrüßte die Aktion und berichtete aus eigenen Erfahrungen. „Unser Opa war dement und dies bedeutete auch eine gewaltige Umstellung für uns Angehörige. Im Gegensatz zu früher aber gibt es heute viel  Unterstützung sowohl für den an Demenz erkrankten, wie auch für Angehörige.“ Dennoch müsse das Thema, insbesondere in Bezug auf Unterstützungsmöglichkeiten, mehr noch ins öffentliche Bewusstsein rücken, denn mit Sicherheit „werde jeder von uns im Laufe der Zeit mindestens mit einem Menschen mit Demenz konfrontiert werden“.

Das sei ganz in ihrem Sinne, unterstützte Schmitt-Luginger den Appell, sich mit dem Thema Demenz schon in Zeiten vertraut zu machen, in denen man noch überzeugt sei, nie etwas damit zu tun zu haben. „Je normaler wir mit unseren erkrankten Mitbürgern umgehen, desto leichter wird es auch für deren Angehörige. Sie zu unterstützen ist mindestens genauso wichtig, als dass Hilfe für den dementen Menschen notwendig ist. Der fühlt sich oft in seiner neuen Lebensart ganz wohl, während der Angehörige verzweifelt, weil er keinen Zugang mehr zu einem geliebten und einst vertrauten Menschen findet.“ Explizit sollen deshalb die Angebote in diesem Jahr  vorwiegend Bürger in Gilching ansprechen, auch deshalb, um vor Ort mehr noch auf die Bedürfnisse eingehen zu können. Immerhin gibt es statistisch gesehen in Gilching 400 an Demenz erkrankte Menschen, wusste Michael Wolfschlag vom Seniorenbeirat, der den Fachbereich Demenz inne- und auch eine entsprechende Ausbildung hat. In nur wenigen Jahren werde prognostiziert, seien es 600. Begeistert zeigten sich Walter wie auch der Seniorenbeirat über die ausgeliehene Ausstellung, auf die man lange habe warten müssen. „Es gibt sie nur zwei Mal in Bayern und sie ist sehr gefragt“, sagte Wolfschlag. Ein Hingucker ist der stilisierte Themen-Kopf allemal. Unter  dem Motto „Was geht. Was bleibt“ wird die Bedeutung von Familienfotos, Jugendereignisse, Kalendertage sowie auf die oft gesuchte Brille aufgezeigt. Bis zum 9. September ist die Ausstellung noch während der üblichen Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen. LeLe 

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