Olching – Jetzt beginnt beim Vogelnotruf in Olching wieder die Hochsaison der Jungvögel in Not. Dann kommen täglich neue hilflose Piepmätze, die von Hand aufgezogen werden müssen. Für diesen Ansturm sucht der Vogelnotruf ab sofort Freiwillige, die bei sich zuhause ein oder mehrere hilfsbedürftige Jungvögel aufnehmen und in den ersten Lebenswochen versorgen können, bis sie selbstständig fressen, von Anfang an fachlich angeleitet von Gerhard Wendl. Wer Interesse hat, als „Vogelpäppler“ zu unterstützen, kann sich direkt bei Gerhard Wendl unter Tel. 0176 53565698 melden.
Gesucht werden Menschen, die sich im eigenen Zuhause um wenige Tage alte Jungvögel kümmern können. Dabei werden nur Vogelarten in private Päpplerhände gegeben, die einfach aufzuziehen sind und sich gut mit einer Pinzette füttern lassen. Dazu gehören zum Beispiel verwaiste Amsel-, Meisen- oder Spatzenkinder, die aber unverletzt sind.
Die benötigte Ausrüstung wie Wärmeplatte, Käfig und geeignetes Futter stellt der Vogelnotruf zur Verfügung. In einem von Gerhard Wendl geleiteten Workshop bekommen alle Interessierten das nötige Wissen und Praxistipps an die Hand. Der erfahrene Vogelexperte steht den Helfenden auch während der gesamten Pflegezeit immer beratend zu Seite.
Je nach Alter des Jungvogels dauert die Pflege zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit muss das Küken tagsüber bis zur Dämmerung stündlich mit einer Pinzette von Hand gefüttert werden. Ist der Käfig über Nacht mit einer Decke abgedunkelt, kann die erste Fütterung morgens bis halb sieben hinausgezögert werden. Die Pflege endet, wenn der Vogel selbstständig fressen kann. Dann geht es für ihn zurück zu Gerhard Wendl auf sein Gelände am Olchinger See und wird von ihm dort fachmännisch ausgewildert. Jeder „Päppler“ darf natürlich bei dem besonderen Moment dabei sein, wenn „sein Zögling“ wieder der Natur zurückgegeben wird.