Am Zitzstaudengraben wurden zwei verendete Rotmilane gefunden.
Am Zitzstaudengraben wurden zwei verendete Rotmilane gefunden. Symbolfoto
pixabay

Olching – Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Fürstenfeldbruck warnt davor, in der Natur herumliegende tote Tiere oder anderes Verdächtiges wie z.B. Kadaverreste oder Köder anzufassen.

Hundehalter sollten Ihre Vierbeiner an der Leine führen und verhindern, dass Hunde in Kontakt mit anderen toten Tieren oder Kadaverresten geraten. Diese Warnung gilt für das Gemeindegebiet Olching.

Anlass für den Warnhinweis ist der Fund zweier verendeter Rotmilane. Dabei handelt es sich um streng geschützte Greifvögel. Die toten Vögel wurden am Gehölzrand des Zitzstaudengrabens im Gemeindegebiet Olching entdeckt. Die Todesursache ist noch unklar. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Tiere vergiftet wurden. Um dies zu klären, lässt die Untere Naturschutzbehörde die Vögel obduzieren. Die endgültigen Ergebnisse liegen noch nicht vor. Im Falle einer Vergiftung der Tiere besteht die Gefahr, dass das verwendete Gift durch Berührung von herumliegenden Kadavern oder Ködern auf Menschen oder Hunde übertragen wird.

Der Rotmilan ist nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Die vorsätzliche Tötung eines streng geschützten Wildtieres kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden (§ 44 Abs. 1 Satz 1 BNatSchG in Verbindung mit § 71 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG). Die Polizei Olching hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bevölkerung ist zur Mithilfe aufgerufen

Die Aufklärung solcher illegalen Wildtiertötungen ist schwierig, deshalb haben der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) ein gemeinsames Projekt „Tatort Natur: Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!“ ins Leben gerufen. Unter www.tatort-natur.de werden Hinweise aus der Bevölkerung entgegengenommen.

„Wer draußen unterwegs ist und einen toten Wildvogel oder Köder findet, sollte unbedingt die zuständige Polizeiinspektion informieren und uns über www.tatort-natur.de Hinweise geben“, sagt Franziska Baur, GLUS-Fachreferentin für Naturschutz.

Mehr Infos zum Thema „Naturschutzkriminalität“ und eine Checkliste zum richtigen Verhalten bei einem Totfund mit Verdacht auf illegale Tötung können auf der Seite www.tatort-natur.de heruntergeladen werden. Dort können auch Fälle oder Verdachtsfälle von Naturschutzkriminalität gemeldet werden. Projektleiter und Ansprechpartner sind die Biologen Franziska Baur (GLUS) und Dr. Andreas von Lindeiner (LBV).

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Maisach – Bürgermeister Hans Seidl freut sich: Das lokale Freibad ist bereit für die Besucherschar. „Die Wassertemperatur ist angenehm warm“, gibt er zufrieden kund. Die Rutsche überzeugt das Gemeindeoberhaupt ebenfalls. Freibad-Referent Max Schmid (rechts) gibt ebenfalls grünes Licht. Diesen Donnerstag, an Christi Himmelfahrt, 14.

Puchheim – An einem seiner letzten Arbeitstage wurden Armin und Carola Beck im Haus der Begegnung von Erstem Bürgermeiste Norbert Seidl als „Beste Nachbarn“ ausgezeichnet. Die Ehrung fand in kleinem Kreis statt und wurde im Anschluss bei einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen fortgesetzt.

Fürstenfeldbruck – Die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck und die Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck GmbH (WBG) haben nun den Vertrag für ein neues gemeinsames Wohnungsbauprojekt unterzeichnet.

Puchheim – Während der Pfingstferien gelten für das Puchheimer Schwimmbad, Gernerplatz 2, die nachstehenden Öffnungszeiten. Samstag, 23. Mai: 9 bis 16 Uhr, Sonntag, 24. Mai und Montag, 25. Mai: geschlossen, Dienstag, 26. Mai, Mittwoch, 27. Mai und Donnerstag, 28. Mai: 12 bis 19 Uhr, Freitag, 29. Mai und Samstag, 30. Mai: 9 bis 16 Uhr, Sonntag, 31.

Maisach – „Das ist ja eine wunderbare Aktion“, oder „Toll, was ihr da macht!“, lobten staunend einige Passanten, als sie Anfang Mai an der Maisacher Bahnunterführung vorbeikamen.

Mammendorf – Am Anfang war es nur eine vage Idee. Zur Feier des 20-jährigen Jubiläums der Gemeindepartnerschaft zwischen Brem sur Mer und Mammendorf gab es eine Einladung aus Frankreich.

Fürstenfeldbruck – Die konstituierende Stadtratssitzung am 6. Mai brachte es an den Tag: gewählt wurden für die kommenden sechs Jahre als 2. Bürgermeister Franz Höfelsauer, CSU (als Nachfolger von Christian Stangl, Grüne) und als 3. Bürgermeister Philipp Heimerl, SPD (er folgt auf Dr. Birgitta Klemenz, FBM).

Fürstenfeldbruck – Nach etwa zweijähriger Planung konnten Oberbürgermeister Christian Götz, Bauamtsleiter Johannes Dachsel und der Berliner Architekt und Preisträger Prof. Jörg Springer im Stadtlabor nun das Ergebnis des Realisierungswettbewerbs für die Sanierung des ehemaligen Schlachthofgeländes Auf der Lände vorstellen.