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Germering - Seit der Pflegereform 2008 ist im Landkreis die Nachfrage nach Angeboten zur Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenzerkrankung ständig gestiegen. Die demographische Entwicklung zeigt, dass der Anteil derer, die an einer Demenz erkranken, weiterhin stark ansteigen wird. Das Projekt „TiPi – Tagesbetreuung in Privathaushalten für Demenzerkrankte“ soll diesem Engpass in der Versorgung von Menschen mit Demenz begegnen. Es ist ein innovatives niedrigschwelliges Angebot, das eine personenbezogene wohnortnahe Versorgung unterstützt und die Angehörigen in ihrer Betreuungsarbeit zu Hause entlastet. Ihnen bietet das Projekt die Möglichkeit, ihre Angehörigen stundenweise in einer gleichermaßen familiären und privaten Atmosphäre individuell versorgen zu lassen und sich dadurch in ihrer eigenen häuslichen Umgebung einen Freiraum zu schaffen. Umgekehrt ermöglicht „TiPi“ auch den Betroffenen selbst, ein Stück Eigenständigkeit und Sicherheit im Umgang mit der Gemeinschaft zurückzugewinnen und trägt so zur Steigerung ihrer individuellen Lebensqualität bei.
Bis Dezember 2012 wurde das Modellprojekt mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände in Bayern finanziert – im Frühjahr 2013 wurde der Antrag auf eine Verlängerung bis Ende 2013 gebilligt. Das Projekt setzt auf bürgerschaftliches Engagement: Engagierte Bürger öffnen ihr Zuhause und betreuen und versorgen Menschen mit Demenz als Gäste. Diese werden an ein oder mehreren Tagen bis zu vier Stunden am Tag von einem Team aus einer Gastgeberin und einer Betreuerin in ausgewählten Privathaushalten versorgt. Im Laufe von 2013 haben sich drei „TiPis“ etabliert und ein weiteres wurde vor kurzem eröffnet.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die ideale Gruppengröße bei vier Gästen pro „TiPi“ liegt, plus der Möglichkeit, einen weiteren Gast zu einem Probebesuch einzuladen. Als essentiell für die Durchführung von „TiPi“ hat sich die Flexibilität und Kooperation der Gastgeberinnen und Helfer erwiesen, da es aufgrund von Mehrfacherkrankungen bei Menschen mit Demenz öfter zu kurz- oder langfristigen Ausfällen kommen kann. Besonders hervorzuheben ist auch die Notwendigkeit eines Fahrdienstes, da Angehörige oft selbst nicht in der Lage sind, einen Fahrdienst zu leisten. Insgesamt wurden 2013 durchschnittlich 24 Gäste (2012: 19) in 448 Stunden (2012: 364) betreut. Um dem zunehmenden Bedarf nach Angeboten für Menschen mit Demenz in der Region gerecht werden zu können, ist der Aufbau von weiteren „Tipis“ wünschenswert. Der Träger hofft daher auf eine Aufnahme des Konzeptes von „TiPi“ in die jährliche Förderung im Rahmen der niedrigschwelligen Angebote, um das Projekt auf Dauer mit einer Fachkraft als Leitung und zur Qualitätssicherung weiterführen zu können.
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