Zwar mit keiner merklichen Verjüngung, aber mit einem neuen Vorsitzenden, dem nachweislich großes Engagement um die CSU, generell aber in Gilching nachgesagt wird, soll der Ortsverband Gilching aus seinem Dornröschenschlag erweckt werden.
Roland Schrafstetter (rechts) soll mit Hilfe seiner CSU-Vorstandschaft frischen Wind ins kommunalpolitische Gilching Leben bringen
Leni Lehmann

Gilching – Zwar mit keiner merklichen Verjüngung, aber mit einem neuen Vorsitzenden, dem nachweislich großes Engagement um die CSU, generell aber in Gilching nachgesagt wird, soll der Ortsverband Gilching aus seinem Dornröschenschlag erweckt werden. Die Nachfolge von Claudia Hatteier (57) trat im Rahmen der jüngsten Jahreshauptversammlung ihr 56Jährige Stellvertreter, Roland Schrafstetter, an.     

Ein wenig ruhig um den CSU-Ortsverband Gilching ist es in jüngster Zeit geworden. Zuletzt meldete er sich vor fünf Jahren in Punkto Gilchinger Glatze zu Wort. Wie berichtet, forderten im März 2018 Gewerbereferent Manfred Herz sowie der damalige Fraktionssprecher Paul Vogl im Rahmen der geplanten Bebauung der Gilchinger Glatze ein schlüssiges Verkehrskonzept. Die Bebauung der Glatze wird mittlerweile als Verschlusssache gehandelt, also öffentlich passiert derzeit gar nichts.

Dass es so angesichts der Landtagswahlen im Herbst wie auch der nächsten Kommunalwahlen in drei Jahren nicht weitergehen kann, darüber war man sich zwar einig. Zumal es in der Gemeinde Gilching etliche Projekte zum Anpacken gäbe. Nur, wie weitermachen, ohne eine geeignete Führungskraft? Längst schon lagen kundige Augen auf Roland Schrafstetter, der sich seit Jahren unermüdlich für die CSU im Landkreis einsetzt, unter anderem beim Plakatieren im Wahlkampf, aber auch dem Vereinsleben frönt, im Internet firm ist, das Facebook pflegt, täglich mit Hündin „Juno“ Gassi geht und zudem für einen gepflegten Umgang mit seinen Mitmenschen bekannt ist. Bekanntlich scheute sich Schrafstetter bisher, in die erste Reihe vorzurücken. „Mir reichte es, aus dem Hintergrund gut zuzuarbeiten“, begründete er sein Zögern.

Dass er sich jetzt dennoch zur Wahl als Vorsitzender stellte, mag an einem gewissen Einfluss aus Starnberg gelegen haben. Jedenfalls wurde er einstimmig zum Nachfolger von Claudia Hatteier gewählt, die dem Ortsverband sechs Jahre vorstand und nun in die zweite Reihe als Schrafstetters Stellvertreterin rückte. Auf Anfrage sagte Landrat Stefan Frey: „Roland Schrafstetter kenne ich als wahnsinnig fleißigen und aktiven Menschen, der sich stark engagiert. Beim Brauchtum, im Rahmen der Traditionspflege oder eben bei der CSU. Und das seit vielen Jahren. Ihm liegt seine Heimat Gilching sehr am Herzen. Er hat seinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt dort und ist zudem gut vernetzt. A Guichinger durch und durch. Ich bin sehr froh, dass wir Roland Schrafstetter für dieses Amt gewinnen konnten.“ LeLe

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