„Hunde an die Leine“ ist daher die Devise und gleichzeitig die große Bitte der Brucker Jägerschaft
Bay. Jagdverband/Kreisgruppe Fürstenfeldbruck
Landkreis - Innerhalb von 20 bis 30 Tagen werden jetzt im Mai die jungen Kitze mit circa einem Kilo Gewicht geboren und vom Muttertier, der sogenannten Geiss, zunächst abgelegt. Das geschieht meistens an Waldrändern und in Wiesen. In der ersten Woche liegen die Kitze an diesem Platz und bewegen sich noch nicht. Das ist gleichzeitig die gefährlichste Zeit für die jungen Kitze mit den markanten „Bambi-Flecken“. Gefahr geht für die jungen Tiere von Raubwild, Raubvögeln, landwirtschaftlichem Gerät und mittlerweile immer häufiger von freilaufenden Haushunden aus. Werden Kitze, die von ihrer Geiss penibel versorgt werden, von Mensch oder Tier unachtsam berührt, verlieren sie vor allem ihre anfängliche Geruchslosigkeit und werden dadurch schutzlos. Dass Hunde mitunter freilaufend und unkontrolliert zum Wildern neigen, ist durchaus normal und nicht schuld des Hundes. „Hunde an die Leine“ ist daher die Devise und gleichzeitig die große Bitte der Brucker Jägerschaft. Aber auch für den Menschen gilt: wer ein Kitz entdeckt, sollte es einfach umgehen und in keinem Fall anfassen. Die Geiss befindet sich meist in unmittelbarer Nähe. Jäger und Landwirte stimmen sich vor einem Mäh-Einsatz der Wiesen ab. Dabei werden die Wiesen mit ausgebildeten Hunden und mittlerweile verstärkt von mit Wärmebildkameras ausgestatteten Drohnen abgesucht. Wird ein Kitz an einem gefährdeten Platz entdeckt, wird es von den Jägern fachgerecht versetzt und so in Sicherheit gebracht. Nach circa einer Woche werden die Kitze aktiv und beginnen der Mutter zu folgen.
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