Zu Anfang September treten insgesamt 315 Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Fürstenfeldbruck ihre Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Minus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zu Anfang September treten insgesamt 315 Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Fürstenfeldbruck ihre Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit.
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Fürstenfeldbruck – Zu Anfang September treten insgesamt 315 Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis Fürstenfeldbruck ihre Ausbildung in IHK-Berufen an, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres ist dies ein Minus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Angesichts fehlender Fachkräfte ist das Interesse der Betriebe, selbst auszubilden, ungebrochen. Trotz des Rückgangs bewegen wir uns im mehrjährigen Vergleich aber weiterhin auf überdurchschnittlichem Niveau. Den Jugendlichen und ihren Ausbildungsbetrieben wünschen wir in jedem Fall viel Erfolg auf dem Weg bis zur Abschlussprüfung“, sagt Gerhard Kohlfürst, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Fürstenfeldbruck.

Die Wirtschaft im Landkreis hatte wie in ganz Oberbayern auch heuer große Mühe, zum Beginn des Ausbildungsjahrs am 1. September alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Mehr als ein Drittel der oberbayerischen Ausbildungsbetriebe klagten in einer aktuellen IHK-Umfrage darüber, dass sie nicht alle Ausbildungsplätze besetzen konnten, weil zumeist keine oder keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. Auch im Landkreis sind aktuell noch 306 Lehrstellen frei, wie aus der Statistik der Arbeitsagentur hervorgeht, die auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen berücksichtigt. Demnach bleiben bislang über ein Drittel der seit Jahresbeginn gemeldeten Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Zahl der verfügbaren Lehrstellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent auf 851 Angebote. Kohlfürst ermutigt deswegen bislang erfolglose Bewerber, auch weiter ihre Chance zu suchen. „Wenn das Interesse für die Arbeit da ist und die Qualifikation passt, stellen viele Unternehmen auch zwischen September und Dezember noch Azubis ein. In praktisch allen Branchen wird noch gesucht, die jungen Leute können für ihre berufliche Bildung aus dem Vollen schöpfen“, sagt der Brucker Unternehmer.

Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Landkreis sind Verkäufer, Einzelhandelskaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Fachinformatiker für Systemintegration und Kaufleute im Groß- und Außenhandel. Insgesamt absolvieren im Landkreis Jugendliche in 61 verschiedenen IHK-Berufen eine Lehre.  Auch 26 Geflüchtete gehören zu den neuen Auszubildenden in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Insgesamt verzeichnet die IHK damit im Landkreis 83 Azubis aus fluchtwahrscheinlichen Herkunftsländern. „Die Integration kommt voran, auch wenn Sprachprobleme und stellenweise rechtliche Hürden nach wie vor große Stolpersteine sein können. Immer mehr Betriebe sehen in den Flüchtlingen zukünftiges Fachkräftepotenzial“, sagt Kohlfürst. Laut einer IHK-Umfrage geben mittlerweile fast die Hälfte der befragten Betriebe an, dass Flüchtlinge für eine Ausbildung im Unternehmen geeignet seien – vor einem Jahr sagte das erst ein knappes Drittel. Fast zwei Drittel der befragten Betriebe wollen in Zukunft Geflüchtete ausbilden oder beschäftigen.

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