BU: Das Beet mit von den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims Theresianums mit der Hilfe der Alltagsbegleiter hergerichtet.
ak
Fürstenfeldbruck - Das Hochbeet im Garten des Alten- und Pflegeheims Theresianum in Fürstenfeldbruck steht in voller Pracht. Tomaten, Radieschen, Kräuter und Blumen gedeihen prächtig. Gepflanzt wurden sie von den und Bewohnern Lieselotte Rak (75), Theodor Maletz (80) und Friederike Steiniger (84). Nach einem Ausflug in eine heimische Gärtnerei Würstle bepflanzten sie das Hochbeet nach eigenen Vorstellungen. Möglich wurde dies durch ihre „Alltagsbegleiter“. Alltagsbegleiter sind Mitarbeiter, die zwar eine intensive Schulung, aber keine Ausbildung in der Pflege haben. Sie gibt es seit 2008. Die Alltagsbegleiter gestalten das soziale Leben in einem Alten- und Pflegeheim und ergänzen die Aufgaben der  Pflegekräfte. Ein Ausflug ins Grüne, zum Einkaufen in die Stadt oder musizieren und spielen in der Gruppe – was sich zunächst einfach anhört, ist im täglichen Alltag eines Altenheims nicht leicht zu organisieren. Viele Bewohner sind gehbehindert oder auf den Rollstuhl angewiesen, sie brauchen schon für eine kurze Strecke Unterstützung. Gleichzeitig müssen sich die Pflegekräfte rund um die Uhr um Schwerstpflegebedürftige kümmern. Da bleibt für die Gestaltung der Freizeit oder gar nur ein einfaches Gespräch wenig Zeit. Durch das „Pflegestärkungsgesetz“, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, können nun mehr Betreuungskräfte eingestellt werden, die den Alltag der Heimbewohner mit Pflegestufe aktiv gestalten und nach Tarif bezahlt werden. Für zwanzig anspruchsberechtigte Bewohner wird jeweils eine Betreuungskraft in Vollzeit gewährt. Im Theresianum in Fürstenfeldbruck arbeiten zurzeit acht von ihnen. So wie Karin Jansen (44), die seit 2010 im Theresianum Alltagsbegleiterin ist. Die gelernte Bürokauffrau hat sich nach der Erziehung ihrer beiden Söhne entschieden, noch einmal einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen und sich in einer sozialen Einrichtung zu engagieren. Sie betreut u.a. eine Gruppe von Senioren, die gerne Hand- und Bastelarbeiten machen. Unter ihrer Anleitung entstanden so schon Teddybären oder Pflanzschilder aus Holz für den Kräutergarten. „Die Menschen strahlen, blühen auf, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen und das gibt mir sehr viel Motivation“, sagt Karin Jansen. „Unsere Betreuungskräfte sind einfach da für Gespräche und Sorgen, sie versuchen, Ängste zu nehmen, sowie Sicherheit und Ordnung zu vermitteln“, beschreibt Pflegedienstleitung Daniela Wilhelm die anspruchsvollen Aufgaben. „Die Alltagsbegleiter lassen sich ganz auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen ein und orientieren sich an dessen Fähigkeiten, Vorlieben und seiner Lebensgeschichte. Gerade während der Eingewöhnungsphase sind die Betreuer eine unschätzbare Hilfe um zu erspüren, wie wir den neuen Bewohnern das Leben bei uns angenehm machen können.“ Die drei Senioren, die das Hochbeet gestaltet haben, waren bereits früher begeisterte Gärtner. Lieselotte Rak hat nun auch ihren Balkon bepflanzt, Theodor Maletz  und Friederike Steiniger erfreuen sich an den vielen verschiedenen Kräutern, die zu Maria Himmelfahrt im August zu Kräutersträußen gebunden werden. Durch die Arbeit der Alltagsbegleiter wird so nicht nur ihr Leben bunter, sondern das aller Bewohner im Theresianum.
 
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Gilching – Überraschend und für Bernhard Feilzer schwer nachvollziehbar: Bei der Wahl zum neuen Senioren-Beirat er als langjähriges Mitglied im Seniorenbeirat schlichtweg abgehängt.

Fürstenfeldbruck – Tolle Idee von Oberbürgermeister Christian Götz (BBV) und gleichzeitig eine sinnvolle Unternehmung für den Umwelt- und Klimaschutz und die sukzessive Verschönerung der Stadt: Die 14 Brucker Stadträte/Innen, die nach der diesjährigen Kommunalwahl aus dem Gremium ausgeschieden sind, werden durch je eine gepflanzte Stieleiche bzw.

Landkreis – Die Gebietsbetreuung Ampertal der Landschaftspflegeverbände Dachau und Fürstenfeldbruck freut sich, dass der Flussregenpfeifer wieder an der Amper brütet, und appelliert, das Bootfahrverbot vom 1. März bis 15. Juli in den beiden Naturschutzgebieten Ampermoos und Amperauen mit Leitenwäldern zu beachten.

Gilching – Die nächste große Fernwärme-Baustelle ist eröffnet: Seit Montag, 1. Juni, ist die Römerstraße zwischen Karolingerstraße und Ludwig-Thoma-Straße nur noch Einbahnstraße und nur noch in Richtung Alling befahrbar. Wer aus Richtung Alling kommt, muss über den Starnberger Weg und die Landsberger Straße ausweichen.

Fürstenfeldbruck – Zahlreiche Mädchen und Jungen des Horts an der Cerveteristraße haben sich kürzlich an der fast schon traditionellen Pflanzaktion der Stadt Fürstenfeldbruck beteiligt.

Fürstenfeldbruck – Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Fürstenfeldbruck hat bestätigt, dass zwei im Raum Olching gefundene tote Rotmilane mit dem Nervengift Carbofuran vergiftet wurden.

Fürstenfeldbruck – Die Dauerausstellung „Bruck um 1900“ in der Projektreihe „DU = WIR, Fürstenfeldbrucker Stadtgeschichte(n)“ im 2. Stock des Museums – mit Auftakt zu St. Magdalena im Vorjahr – bringt nun noch mehr Zeitgeschichte in Schwung.

Fürstenfeldbruck – An der Waldfriedhofstraße 1 steht ein modernes Wohnbauprojekt der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck kurz vor der Fertigstellung. Im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderungsprogramms (KommWFP) entstehen dort insgesamt zwölf barrierefreie Mietwohnungen mit hoher Wohnqualität.