Eröffnung des neuen Naturlehrpfads im Emmeringer Hölzl mit Bürgermeister Stefan Floerecke (Mitte) und einigen Projektbeteiligten.
Eröffnung des neuen Naturlehrpfads im Emmeringer Hölzl mit Bürgermeister Stefan Floerecke (Mitte) und einigen Projektbeteiligten.
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Emmering – Ein kleines Juwel an der Amper ist nun, pünktlich zu den Sommerferien, um eine Attraktion reicher: im beliebten Natur- und Naherholungsgebiet Hölzl zwischen Emmering und Fürstenfeldbruck klärt ein neuer Natur- und Fischlehrpfad mittels zehn anschaulichen Infotafeln über die heimische Flora und Fauna auf. Der Rundweg ist 1,8 Kilometer lang. Ziel des Projekts im Emmeringer Hölzl ist laut Gemeinde, „die ökologische Vielfalt des Auwalds zu bewahren und gleichzeitig Besucher für die Besonderheiten dieses einzigartigen Biotops zu sensibilisieren.“

Natur hautnah erleben

Dieses Landschaftsschutzgebiet bietet mit seinen Gewässerläufen der Amper – sie fließt von dort noch rund 85 Kilometer bis zur Einmündung in Moosburg in die Isar – , mit seinem altem Baumbestand und viel Totholz Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Doch mit der wachsenden Bekanntheit über Plattformen wie Komoot oder Tripadvisor steige auch der Besucherdruck. Zum Schutz des sensiblen Ökosystems setzt die Gemeinde auf Umweltbildung – auch die QR-Codes auf den Tafeln liefern dazu interessante, zusätzliche Hintergrundinformationen. „Mit dem Natur- und Fischlehrpfad schaffen wir nicht nur ein attraktives Bildungsangebot für alle Altersgruppen, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unseres Emmeringer Hölzls“, betont Emmerings Bürgermeister Stefan Floerecke, der beim offiziellen Einweihungstermin vergangenen Samstag von einem „besonders einzigartigen Projekt im geschützten Auwald“ sprach.

Ein Gemeinschaftsprojekt mit Vorbildcharakter

Die Idee für den Lehrpfad entstand bereits vor knapp zwei Jahren: initiiert vom 1970 gegründeten Verein D’Wörthseefischer, u.a. in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Fürstenfeldbruck und unter Einbindung regionaler Handwerksbetriebe. Schnell war klar: Der Fokus solle nicht nur auf Fischen liegen, sondern auf dem gesamten Ökosystem des Hölzls. Gemeinsam mit der Gemeinde Emmering, der damaligen Gebietsbetreuerin des Ampertals, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Wasserwirtschaftsamt München entwickelte man ein umfassendes Konzept.

„Besonders stolz sind wir auf die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten“, freut sich Katharina Bauer vom Landschaftspflegeverband, „jede Institution brachte ihre Expertise ein….“ Zur aufgelisteten Flora und Fauna gehört Wissenswertes über Blühpflanzen, wie den Aronstab oder Lerchensporn, über Fledermäuse mit Beobachtungstipps bei der Jagd, Fischarten mit bizarren Namen, wie die Frauennerflinge, Nasen oder Äschen, sowie die selten gewordene Bachmuschel oder den Eisvogel, die Wasseramsel und die facettenreiche Insektenwelt.

Auch über das Totholz wird aufgeklärt. Laut Bürgermeister Floerecke würde an die Gemeinde öfters die Frage gerichtet, warum man im Emmeringer Hölzl nicht besser „aufräumen“ würde. Er unterstrich hier die Bedeutung des ganz bewusst nicht zu entfernenden Totholzes als lebendiges Habitat.

Fehlt für die komplette Begehung des Naturlehrpfads in einem Stück nur noch die Instandsetzung einer Holzbrücke, was laut Rathauschef bis voraussichtlich diesen September vonstattengehen soll.

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