Derzeit startet in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg das Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse von Menschen mit einer Demenzerkrankung und deren betreuenden Angehörigen.
Derzeit startet in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg das Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse von Menschen mit einer Demenzerkrankung und deren betreuenden Angehörigen.
Hans Braxmeier/pixabay.com

Landkreis - Derzeit startet in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg das Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse von Menschen mit einer Demenzerkrankung und deren betreuenden Angehörigen. „Viele Angehörige von demenzkranken Patienten sind sehr stark in die Pflege eingebunden“, sagt Apothekerin Dr. Sonja Mayer. „Deshalb haben sie keine Zeit, sich über mögliche Entlastungsmöglichkeiten zu informieren.“ Dr. Mayer ist Vizepräsidentin der Bayerischen Landesapothekerkammer und Co-Moderatorin des Qualitätszirkels Fürstenfeldbruck-Starnberg. Der Zirkel etabliert das bayernweite Projekt jetzt auch in seiner Heimatregion.

Die demenzfreundlichen Apotheken sollen in den beiden Landkreisen zu Anlaufstellen für unterstützende Beratung werden. Die interessierten Apotheken vor Ort werden am Samstag, 21. März, an einer speziellen Schulung teilnehmen. Wenn die Apotheken diese Schulung durchlaufen haben, erhalten sie ein Logo als „Demenzfreundliche Apotheke“. Das Logo macht die Bemühungen und Aktivitäten der Apotheke nach außen und vor allem für die Betroffenen sichtbar. Apothekerinnen und Apotheker erleben häufig die Ängste und Sorgen von Angehörigen bei der Versorgung von betroffenen Familienmitgliedern. „Nach der Diagnose Demenz sind viele Betroffene zunächst verunsichert“, berichtet Dr. Sonja Mayer. „Die wohnortnahen Apotheken sind eine niedrigschwellige Anlaufstelle für alle Gesundheitsfragen; die Apothekerinnen und Apotheker haben oft langjährige Kontakte mit ihren Kundinnen und Kunden.“ Deshalb sind die Apotheken für Demenzpatienten und ihre Angehörigen die ideale Anlaufstelle. Nicht nur um über Arzneimittel zu informieren, sondern auch, um beispielsweise zu Präventionsmöglichkeiten zu beraten oder bei der Vermittlung von professioneller Unterstützung behilflich zu sein.

„Es geht uns vor allem darum, Patientinnen, Patienten oder Angehörige in der Apotheke anzusprechen und ihnen erstmals die speziell konzipierten Apothekenflyer oder andere Info-Materialen mitzugeben“, so Dr. Mayer. „Auf Wunsch könnten wir dann auch direkt den Kontakt zu einer Beratungsstelle vor Ort herstellen.“ Für die Apothekerin hat das Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“ nicht nur eine pharmazeutische, sondern auch eine politische Bedeutung: „Es wird vor allem von Kommunalpolitikern zunehmend erkannt, dass die wohnortnahe Apotheke ein wichtiger Partner in der Betreuung älterer Menschen ist. Wir helfen gerne mit, dass unsere Gemeinde für alle Altersgruppen lebenswert bleibt.“

Apothekerinnen und Apotheker werden in der Region überdies Vorträge für Patientinnen, Patienten und Angehörige halten, die über die Krankheit Demenz und den Umgang mit Betroffenen aufklären. Dies geschieht im Rahmen des Netzwerks „Demenzfreundliche Apotheke“, das auf Initiative des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen der Bayerischen Landesapothekerkammer (WIPIG) entstanden ist. Informationen, Materialien und Hintergründe zum Netzwerk finden Sie auf der WIPIG-Website www.wipig.de: Startseite > Materialien > Projekte > Demenzfreundliche Apotheke

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Tradition trifft Moderne in der Rosenheimer Manufaktur

Im beschaulichen Rosenheim, nur eine Autostunde von Fürstenfeldbruck entfernt, hat sich eine kleine Manufaktur einen Namen gemacht, die bayerische Tradition mit zeitgemäßem Design verbindet.

Der erste Eindruck zählt – Sauberkeit als Visitenkarte

Ein gepflegtes Geschäftsumfeld sendet wichtige Signale an Kunden und Geschäftspartner. Betriebe in Fürstenfeldbruck, Germering und dem Münchner Umland wissen um die Bedeutung eines einwandfreien Erscheinungsbildes. Saubere Räumlichkeiten vermitteln Professionalität und Wertschätzung gegenüber allen, die das Unternehmen betreten.

Schnelle Hilfe bei Glasschäden seit Jahrzehnten

Ein kleiner Stein auf der Autobahn, ein lautes Knacken und schon ist es passiert: Ein Steinschlag ziert die Windschutzscheibe. Was für viele Autofahrer zunächst wie eine Katastrophe wirkt, ist für erfahrene Fachbetriebe Routine.

Feuchte Keller als wiederkehrendes Problem in Fürstenfeldbruck

Hausbesitzer in Fürstenfeldbruck und Umgebung kennen das Problem nur zu gut: Nach starken Regenfällen steht plötzlich Wasser im Keller oder feuchte Flecken breiten sich an den Wänden aus. Gerade in älteren Gebäuden in Germering, Puchheim oder Olching zeigen sich diese Symptome besonders häufig.

Expansion eines bewährten Handwerksbetriebs in die Region

Die Nachfrage nach qualifizierten Handwerkern im Sanitärbereich steigt kontinuierlich. Besonders im Landkreis Fürstenfeldbruck suchen Eigenheimbesitzer vermehrt nach zuverlässigen Partnern für Modernisierungsprojekte. Das Unternehmen Tolle Bäder reagiert auf diese Entwicklung und erweitert seinen Tätigkeitsbereich.

Fürstenfeldbruck – Großer Erfolg für die Fürstenfelder Gastronomie & Hotel GmbH: Die Auszubildende Annabell König hat bei den Bayerischen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Berufen den ersten Platz in der Kategorie Küche belegt.

Steigende Nachfrage nach professioneller Verwaltung in der Metropolregion

Die Metropolregion München verzeichnet seit Jahren eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach qualifizierten Hausverwaltungen.

Engagement für die Zukunft des Handwerks

Die Hoffmann Elektrotechnik GmbH aus Bayreuth zeigt eindrucksvoll, wie mittelständische Unternehmen aktiv gegen den Fachkräftemangel vorgehen können.