„Die Not der Zeit heißt Einsamkeit. Der Hausnotruf kann Menschen helfen, wieder am sozialen Leben teilzunehmen“: Axel Schmidt, Elisabeth Kühn und Dr. Markus Ambrosy (v. l.) testeten die verschiedenen Johanniter-Hausnotrufsender ausgiebig.
„Die Not der Zeit heißt Einsamkeit. Der Hausnotruf kann Menschen helfen, wieder am sozialen Leben teilzunehmen“: Axel Schmidt, Elisabeth Kühn und Dr. Markus Ambrosy (v. l.) testeten die verschiedenen Johanniter-Hausnotrufsender ausgiebig.
ak

Puchheim – Wie fühlt es sich an, wenn man einen Notfallknopf drückt? Und wer spricht dann eigentlich am anderen Ende der Telefonleitung? Dr. Markus Ambrosy (Dekan und Regionalpfarrer der Johanniter), Elisabeth Kühn (Pfarrerin in Planegg-Stockdorf) und Axel Schmidt (Standortpfarrer der Johanniter) wollten es genau wissen: Die drei evangelischen Geistlichen statteten dem Sachgebiet Notrufdienste der Johanniter in Puchheim einen Besuch ab.

Nach der Begrüßung durch Regionalvorständin Alexandra Reinhart gab Sachgebietsleiterin Susann Schwarzer bei Kaffee und Kuchen einen Einblick in die Arbeit des Hausnotrufs, der im Regionalverband Oberbayern mittlerweile über 2.800 Kunden unterstützt: von Pfaffenhofen im Norden bis Peißenberg im Süden, von Puchheim im Osten bis Landsberg im Westen. „Für viele Menschen ist der Hausnotruf ein Stück Sicherheit und ein Weg, eigenständig und mit gutem Gefühl zuhause leben zu können“, erklärte Schwarzer.

Hausnotruf-Techniker Carsten Hackauf präsentierte den Theologen anschließend die verschiedenen Geräte: vom klassischen Handsender mit GPS-Ortung bis zu Kombi-Varianten mit mobiler Einheit und Halskette, inklusive Sturzsensor und allen Details, die im Alltag wichtig sind.

Dr. Ambrosy, Kühn und Schmidt probierten die Kombi-Varianten selbst aus, drückten neugierig auf die Notfallknöpfe und sorgten für heitere Momente, als Mitarbeiter der bayernweiten Hausnotrufzentrale in Regensburg sie direkt mit vollständigem Namen begrüßte, also beinahe so, als hätte jemand eine himmlische Eingebung gehabt.

„Es war schön zu hören, dass da ein echter Mensch spricht, freundlich, warm und persönlich“, lobte Elisabeth Kühn. „Das ist etwas völlig anderes als Hotlines, in denen man sich durch Menüs hangeln muss.“

Dr. Markus Ambrosy hob die gesellschaftliche Bedeutung des Johanniter-Hausnotrufs hervor: „Die Not der Zeit heißt Einsamkeit. Der Hausnotruf kann Menschen helfen, wieder am sozia-len Leben teilzunehmen“. Er schob eine nicht ganz ernstgemeinte Frage hinterher: „Soll die-ser Besuch von uns eigentlich sagen, dass wir Pfarrer schon in einem Alter sind, in dem wir den Hausnotruf selbst gebrauchen könnten?“

Für Axel Schmidt steht vor allem die Sicherheit im Vordergrund: „Der Hausnotruf ist eine tolle Sache. Er hilft Seniorinnen und Senioren, lange selbstbestimmt zu wohnen. Wenn beispielsweise nach einem Unfall das Vertrauen in den eigenen Körper fehlt, kann er Stabilität geben.“

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