Germering ist deutschlandweit die Nummer 442, die diese Auszeichnung bekam.
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Germering – Fürstenfeldbruck, Gröbenzell und Puchheim sind bereits positive Vorreiter: nun ist auch die Stadt Germering zur Fairtrade-Stadt ernannt worden – deutschlandweit die 442. Dies bedeutet, dass hier der faire Handel auf kommunaler Ebene zum Tragen kommt durch Kooperation der Zivilbevölkerung mit Wirtschaft und Politik, um soziale und umweltschonende Handels- und Herstellungsstrukturen zu fördern. Bereits im Herbst vor drei Jahren war ein gemeinsamer Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen und der CSU-Fraktion erfolgt, woraufhin sich eine Steuerungsgruppe bildete. Am 14. November diesen Jahres konnte schließlich im Rahmen der Bürgerversammlung dem Rathauschef Andreas Haas die offizielle Urkunde mit dem Titel Fairtrade-Stadt überreicht werden. Diese ehrenvolle Aufgabe übernahm der Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz, ein 69-jähriger Bankkaufmann, Betriebswirt und Gründungsmitglied einiger sozial tätiger Vereine. Im Wortlaut heißt es: „Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort setzt Germering ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten Produzentengruppen im globalen Süden“.
Die fünf Hürden zur Ernennung einer Fairtrade-Stadt hatte Germering im Vorfeld gemeistert: Zunächst muss ein Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels erfolgen. Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Ober-/Bürgermeisters wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt eingeschenkt. Dann muss eine örtliche Steuerungsgruppe gebildet werden, die entsprechende Aktivitäten vor Ort koordiniert. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten, nach dem Schlüssel der Einwohnerzahl der Kommune (mit über 40.000 Einwohnern in Germering betrifft dies neun Einzelhandelsgeschäfte und fünf Gastronomiebetriebe). Des Weiteren verwendet man Produkte aus fairem Handel in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen oder Kirchen und setzt Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel um; oft im Rahmen weiterer Aktionen von TransFair, z.B. der Kampagne Fairtrade-Schools. Zu guter Letzt berichten die örtlichen Medien über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt.
Künftig möchte man in Germering noch mehr Geschäftsleute ins Boot holen, um Fairtrade-Waren anzubieten. Dazu gehören nicht nur Kaffee, sondern auch beispielsweise Schokolade, Honig, Wein, Bekleidung oder Kosmetika. Auch die Sportvereine werden angehalten, ihren sozialen Beitrag mit dem Kauf von Fairtrade-Bällen zu leisten, denn viele Sportbälle werden unter miserablen Arbeitsbedingungen in armen Ländern produziert. Summa summarum sollen die Erzeuger, also vor allem Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika, nicht nur in der Lage sein, für ihr tägliches Brot zu sorgen, sondern auch Geld zu erwirtschaften für soziale Bildungsprojekte.  red
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