Neben seiner Wetterstation im dritten Stock hat "Wetterpabst" Josef Jägerhuber außerdem einen Niederschlagsmesser im Garten.
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Landkreis/Starnberg – Bekannt ist er mittlerweile nicht nur hier bei uns im Landkreis. Nein, denn Josef Jägerhuber kennt man weltweit. Kein Scherz. Wie uns das 90-jährige Starnberger Urgestein in einem persönlichen Gespräch mitteilte, bekam er von einer damaligen Schulfreundin, die nach Kalifornien geheiratet hatte einen Zeitungsartikel zugesandt, indem von einem „Deutschen, der das Wetter voraussagt“ die Rede sei. Aber auch in unseren Breitengraden reißt das Interesse an Jägerhubers Prognosen für das kommende Jahr nicht ab. Anfragen kommen aus Hamburg oder auch Oberammergau. „Ich muss wissen, wie das Wetter wird, letztes Jahr hat es zu 100 Prozent gestimmt“, sagen ihm Landwirte am Telefon. Selbst in der Redaktion gingen schon E-Mails ein mit der Frage, ob denn Josef Jägerhuber seine Prognose schon abgegeben, oder man den Artikel verpasst hätte.

Seit 1960 zeichnet Josef Jägerhuber täglich die Daten seiner kleinen Wetterstation im dritten Stock seines Hauses auf. Jeden Tag gehe er die Stufen nach oben, das halte ihn fit, sagt Jägerhuber. Und das jetzt schon seit 56 Jahren. Und solange er es noch kann, wird er dieses Ritual beibehalten. Seine Vorhersage gäbe es wie immer ohne Gewähr, dafür berufe er sich allerdings auf einen siebenjährigen Rhythmus, indem sich das Wetter wiederhole. Mit einem ziemlich kalten Winter wird das Jahr im Januar starten. Allerdings ist wieder einmal mehr mit mäßigem Schneefall zu rechnen. Der kommt dann wohl erst im Februar, geht einher mit eisiger Kälte, wird aber durch Regen unterbrochen. Mitte März geht dann das Marsjahr 2016 in das Sonnenjahr 2017 über und beschert uns neben Schneefällen vor allem aber Regen. Der Frühling lässt noch auf sich warten.

Der April, ja er macht, was er will. Ihm sagt man ja häufigen Wetterwechsel nach. So wird er wohl launisch und niederschlagsreich. Die ersten schönen trockenen Tage können wir wohl im Mai erleben. Wärmer soll es werden, allerdings sind Gewitter nicht ausgeschlossen.
Viele erinnern sich wohl noch an den „Jahrhundertsommer 2003“ und den sehr heißen Sommer 2010. Rechnet man nach, erwartet uns wohl in 2017 wieder ein Sommer, der auch den letzten Stubenhocker nach draußen locken wird. Heiße Perioden sind möglich, die zwar durch einige Regentage unterbrochen werden, die aber dann wohl eine erholsame Abkühlung mit sich bringen werden.

Ja, der Juli. Der hat es in sich. Trocken und hochsommerlich, wie man es sich von einem ordentlichen Sommer doch wünschen würde. Dieses Wetter zieht sich dann wohl bis Mitte August. Womöglich haben dann unsere Schüler auch mal etwas von ihren Sommerferien. Mit kühleren Temperaturen zum Ende hin wird dann der Herbst eingeleitet, der den September fest im Griff hat. Die erste Kälte hält Einzug. Golden wird der Herbst dann im Oktober. Hier lohnt es sich, die letzten Sonnenstrahlen zu genießen, bevor zum Monatsende hin der Regen wieder die Oberhand gewinnt und die Temperaturen fallen. Im November wird Nebel und Regen vorherrschen, zwar sind noch schöne Spätherbsttage zu erwarten und in Richtung Dezember dann die ersten Schneefälle. Zum Jahresende hin können wir dann hoffentlich mit schönem Winterwetter rechnen. Das Sonnenjahr 2017 sei im Großen und Ganzen zwar nicht übermäßig warm, aber dennoch mehr trocken als feucht zu bezeichnen, meint Josef Jägerhuber. Er hofft außerdem, dass das neue Jahr sowohl in unserer engen Heimat, als auch weltweit von größeren Katastrophen verschont bleibt. se
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