v.l.n.r.: Kulturreferent Prof. Dr. Klaus Wollenberg, Museumsleiterin Angelika Mundorff und Dr. Barbara Kink
Susanne
Fürstenfeldbruck – Positive Bilanz über die Vorjahresprojekte im Brucker Museum zogen Kulturreferent Prof. Dr. Klaus Wollenberg und die beiden Museumsleiterinnen Angelika Mundorff und ihre neue Stellvertreterin Dr. Barbara Kink. Bei weiterhin hohen Besucherzahlen, den recht beliebten Führungen und der großen Nachfrage an Museumspädagogik ist Stadtrat Wollenberg auch dafür „kulturpolitisch dankbar“, dass es bei der jüngsten Haushaltsverabschiedung keine Kritikpunkte bezüglich der Etatansätze gegeben habe.

Vier große Ausstellungsprojekte hat man im Vorjahr im Museum/Museum im Kunsthaus mit viel Mühe und Engagement auf die Beine gestellt; die Exposition „Ein Eigener sein“ – Leben und Werk des Heinz Braun ist noch bis zum 28. April 2019 zu sehen. Braun, ursprünglich Postbote in Germering, referierte Angelika Mundorff, sei als Nicht-Akademiker ein „bunter Hund“ in der intellektuellen Künstlerszene gewesen. Bunt, divers und expressiv sind auch seine Kunstwerke. Der exzentrische Künstler – Jahrgang 1938, er starb 1986 an Kehlkopfkrebs – wurde außerdem von Regisseur Herbert Achternbusch als Hauptdarsteller für seine Filme engagiert und war ein Freund des Kabarettistin Georg Ringsgwandl. Zur Ausstellung erschien ein Begleitbuch, das allerdings mittlerweile vergriffen ist. Interessierte können sich den umfangreichen Katalog von der Homepage des Museums downloaden.

Im Museum im Kunsthaus wird es außerdem von 4. April bis 7. Juli ein Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule der Bayerischen Polizei Fürstenfeldbruck geben unter dem Titel: „Ausbildung – Enthemmung – Verbrechen. Die Polizeischule Fürstenfeldbruck im Nationalsozialismus“. Seit 1924 werden im Kloster Fürstenfeld Polizisten ausgebildet. Dass die barocke Stätte aber auch ein zentraler Täterort und „Knotenpunkt im Koordinatensystem des Holocausts“ war, arbeitete Sven Deppisch in seiner 2017 erschienenen Dissertation heraus. Das Museum präsentiert die wichtigsten Ereignisse über die dunkle Vergangenheit der Polizeischule mit Lehrerfortbildung, museumspädagogischem Angebot und Rahmenprogramm. Ab 6. Juni bis 24. November steht das Museum schließlich ganz im Zeichen „Wetter und Mensch“. Beleuchtet werden meteorologische Aufzeichnungen des Klosters Fürstenfeld aus dem 16. und 18. Jahrhundert und ungewöhnliche kulturhistorische Objekte rund um die Wetterphänomene. Für die eigens eingerichtete Station „Besucherfotos“ bittet das Museumsteam die Bevölkerung ab sofort um Abgabe von Gewitter-Bildern bzw. Zusendung in digitaler Form an museum@fuerstenfeldbruck.de. Diese individuellen Lieblingsfotografien zum Thema „Gewitter in unserer Region“ können aus den Vorjahren oder ganz aktuell sein (mit oder ohne kurzen schriftlichen Kommentar).

In diesem Jahr werden auch weiterhin Sprachführungen für erwachsene Geflüchtete durchgeführt, spezielle Führungen für Demenz-Erkrankte in einer früheren oder mittleren Phase der Demenz, die kostenfreie Samstagswerkstatt für Kinder ab sechs Jahre jeden letzten Samstag im Monat sowie ein Archäologie-Workshop am 28. Oktober. Und zu Beginn der Osterferien (15. bis 17. April) stehen erneut die beliebten „Dies Romani“ für interessierte Lateinschüler der 6. und 7. Klassen auf dem Programm mit Abschluss-Theaterstück (teils in Deutsch, teils in lateinischer Sprache und in selbst gefertigten Kostümen). Die Anmeldung dafür läuft bereits (maximale Teilnehmerzahl: 16 Kinder).
Das Museum, Fürstenfeld 6, hat geöffnet dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr und an den Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 17 Uhr. Mehr Informationen über Führungen und sonstige Veranstaltungen gibt es u.a. auf der Website www.museumffb.de.           red
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Landkreis – Mit dem Start des regionalen Bikesharing-Systems „MyRadl“ sind die in den vergangenen Jahren im Landkreis Fürstenfeldbruck aufgebauten Mobilitäts- und Radpunkte jetzt vollständig ausgestattet.

Fürstenfeldbruck/Emmering – Bei wunderschönem Wetter war die Gedenkveranstaltung zur Feier des über 80 Jahre währenden Friedens in unserer Heimat sichtlich gelungen – musikalisch untermalt von der Stadtkapelle Fürstenfeldbruck.

Maisach – Bürgermeister Hans Seidl freut sich: Das lokale Freibad ist bereit für die Besucherschar. „Die Wassertemperatur ist angenehm warm“, gibt er zufrieden kund. Die Rutsche überzeugt das Gemeindeoberhaupt ebenfalls. Freibad-Referent Max Schmid (rechts) gibt ebenfalls grünes Licht. Diesen Donnerstag, an Christi Himmelfahrt, 14.

Puchheim – An einem seiner letzten Arbeitstage wurden Armin und Carola Beck im Haus der Begegnung von Erstem Bürgermeiste Norbert Seidl als „Beste Nachbarn“ ausgezeichnet. Die Ehrung fand in kleinem Kreis statt und wurde im Anschluss bei einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen fortgesetzt.

Fürstenfeldbruck – Die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck und die Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck GmbH (WBG) haben nun den Vertrag für ein neues gemeinsames Wohnungsbauprojekt unterzeichnet.

Puchheim – Während der Pfingstferien gelten für das Puchheimer Schwimmbad, Gernerplatz 2, die nachstehenden Öffnungszeiten. Samstag, 23. Mai: 9 bis 16 Uhr, Sonntag, 24. Mai und Montag, 25. Mai: geschlossen, Dienstag, 26. Mai, Mittwoch, 27. Mai und Donnerstag, 28. Mai: 12 bis 19 Uhr, Freitag, 29. Mai und Samstag, 30. Mai: 9 bis 16 Uhr, Sonntag, 31.

Maisach – „Das ist ja eine wunderbare Aktion“, oder „Toll, was ihr da macht!“, lobten staunend einige Passanten, als sie Anfang Mai an der Maisacher Bahnunterführung vorbeikamen.

Olching – Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Fürstenfeldbruck warnt davor, in der Natur herumliegende tote Tiere oder anderes Verdächtiges wie z.B. Kadaverreste oder Köder anzufassen.