Die Klinikärzte des Krisenstabs richten sich in einem offenen Brief an die Bevölkerung und rufen zur Wahrnehmung der Impfungen gegen COVID-19 auf.
Die Klinikärzte des Krisenstabs richten sich in einem offenen Brief an die Bevölkerung und rufen zur Wahrnehmung der Impfungen gegen COVID-19 auf.
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Landkreis – Die Klinikärzte des Krisenstabs richten sich in einem offenen Brief an die Bevölkerung und rufen zur Wahrnehmung der Impfungen gegen COVID-19 auf.

Im Brucker Klinikum wurden mit Stand vom 25. August zehn Patienten mit einer COVID-19-Infektion behandelt, nachdem über Wochen keine Fälle aufgetreten waren. Aufgrund der steigenden Inzidenzen war mit schweren Verläufen, die in die Klinik aufgenommen werden müssen, zu rechnen; doch so viele Zugänge innerhalb nur einer Woche seien auch für die Ärzteschaft unerwartet gewesen. Ein wesentlicher Teil der aktuellen Fälle im Landkreis und der im Klinikum behandelten Personen wird durch Reiserückkehrer gebildet. Da man sich noch mitten in den Sommerferien befindet, sei leider ein weiterer deutlicher Anstieg zu befürchten.

Die stationäre Aufnahme wegen COVID-19 in eine Klinik bedeutet, dass es sich bei diesen Fällen um schwere Verläufe handelt. Denn die hervorragende und flächendeckende hausärztliche Versorgung gewährleiste, dass COVID-19-Erkrankte ansonsten, wenn irgendwie möglich, im häuslichen Umfeld versorgt werden. Leider verschlechtere sich der Zustand bei einigen so erheblich, dass sie auf die Intensivstation verlegt werden müssen. Häufig wird dann eine längerfristige Beatmung notwendig – dies ist mit einer relevanten Lebensgefahr und einer lang anhaltenden Einschränkung an Lebensqualität verbunden. Umso erfreulicher sei es, dass innerhalb kürzester Zeit hochwirksame und gut verträgliche Impfstoffe gegen COVID-19 entwickelt wurden. Sie verhindern zu einem großen Teil eine Ansteckung und schließen einen schweren Krankheitsverlauf weitgehend aus. Umso bedauernswerter sei es für alle behandelnden Pflegekräfte und Ärzte, dass momentan alle in der Klinik behandelten, schwer erkrankten Patienten ungeimpft sind. Die aktuell vorherrschende, relativ aggressive Delta-Variante bewirke, dass die ungeimpften COVID-19-Patienten ein Durchschnittsalter von nur 37 Jahren aufweisen. Diese Fallkonstellation zeige deutlich, dass die Impfungen hervorragend wirken, da im Gegensatz zu den vorausgegangenen Infektionswellen die älteren Bevölkerungsgruppen mit ihrem glücklicherweise nun sehr hohen Impfanteil verschont bleiben.

„Da wir seit eineinhalb Jahren erleben, welche schweren Folgen COVID-19 nach sich ziehen, kann, möchten wir an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger appellieren, sich impfen zu lassen“, so der Wortlaut des Briefes.  red,

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