Der TSV Gilching gehört zweifellos zu den größten Vereinen im Landkreis Starnberg. Doch wie überall, fordert auch bei den passionierten Sportlern der Corona-Virus seinen Tribut. Von ursprünglich 3380 Mitglieder zählt der Verein aktuell noch 2820, mit Trend nach unten.
Appellieren an die Mitglieder, dem TSV Gilching die Treue zu halten: Peter Kramer (links) und Florian Bayer.
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Gilching – Der TSV Gilching gehört zweifellos zu den größten Vereinen im Landkreis Starnberg. Doch wie überall, fordert auch bei den passionierten Sportlern der Corona-Virus seinen Tribut. Von ursprünglich 3380 Mitglieder zählt der Verein aktuell noch 2820, mit Trend nach unten.

„Zurzeit gibt es viele Gespräche mit Mitgliedern, die nicht verstehen, warum sie einen Jahresbeitrag zahlen sollen, obwohl gerade keine Aktivitäten stattfinden. Viele kündigen dann ihren Jahresvertrag“, bedauert TSV-Präsident Peter Kramer. Unverständlich deshalb, weil der Verein seit fast einhundert Jahren ein wichtiges Element innerhalb der Kommune ist und mit seinen mittlerweile 17 Abteilungen für Kinder wie auch Erwachsene ein breites Angebot zur Verfügung stellt. Der Jahresbeitrag liegt im Durchschnitt bei 80 Euro. Kinder, Jugendliche und Senioren zahlen weniger.

„Dieser Beitrag ist lediglich der Mitgliedsbeitrag für den Hauptverein, für den auch keine konkrete Gegenleistung geboten wird. Wir dürfen auch nicht darauf verzichten, weil dies allgemein in den Statuten vorgeschrieben ist und wir andernfalls unsere Zuschüsse durch den Freistaat und das Landratsamt verlieren würden“, betont Kramer. Wer jedoch aktiv Sport treiben will, sucht sich aus dem reichhaltigen Programm eine Sparte aus. Dafür werden gesonderte Beiträge berechnet, die zwischen 12 Euro für die Volleyabteilung und 300 Euro für die Abteilung Cross-Athletik liegen. 

Sorge bereitet Florian Bayer, hauptamtlicher Geschäftsführer des TSV, generell der Blick auf die Finanzen. „Es fehlen die Einnahmen, weil seit Monaten weder im Fußball noch im Handball Spiele stattfinden dürfen und wir deshalb keine Eintrittsgelder mehr haben. Ohne Spiele fallen aber auch Sponsoren für die Bandenwerbung weg. Deshalb sind wir froh, dass uns einige Firmen die Stange halten und uns aktiv unterstützen.“ Bei vorsichtiger Schätzung gibt es in der Kasse derzeit ein Minus von 20000 Euro. Bei einem Jahresumsatz von etwa 1,5 Millionen Euro sei dies eine Summe, „die wir nicht vernachlässigen können“. Bayers Appell: „Bitte haltet durch und unterstützt uns, wo möglich. Wenn es weiter bergab geht, müssen wir irgendwann dicht machen und dann geht ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens verloren.“ LeLe

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