Da sage noch einer, die Null-Bock-Jugend. Von wegen. Zumindest fünf Jugendliche des Christoph-Probst-Gymnasiums sagten sofort ja, als auf Initiative von Lenja Hummel aus der Neunten Schülerlotsen gesucht wurden.
von links: Andrea Kautzner, Steffi Weller, Andreas Ruch, die fünf neuen Schülerlotsen mit ihrem Ausbilder Julian Kolein. Von rechts: Schulleiterin Elisabeth Mayr sowie Lenja Hummel.
Leni Lehmann

Gilching - Da sage noch einer, die Null-Bock-Jugend. Von wegen. Zumindest fünf Jugendliche des Christoph-Probst-Gymnasiums sagten sofort ja, als auf Initiative von Lenja Hummel aus der Neunten Schülerlotsen gesucht wurden. Die Wertebotschafterin der Schule begleitet ein Team von 18 Schülern, die sich zu den unterschiedlichen Themen im Punkto gesellschaftliche Werte auseinandersetzen. Ein Thema war auch, jüngeren Kinder auf dem Weg zur Schule mehr Sicherheit zu vermitteln.

Viele Beschwerden wegen fehlender Schülerlotsen seien der Anlass gewesen, dieses Projekt zu starten, erklärte die 14Jährige Lenja Hummel aus Weßling. Sie gehört seit Beginn des neuen Schuljahres dem Werteteam des CPG an, das von Lehrerin Julia Dold als "Multiplikatorin" begleitet wird. "Wir haben uns sofort freiwillig gemeldet, als Schülerlotsen gesucht wurden", betonte Marek Jakobi. Er überlegt sich generell, nach der Schule den Erzieherberuf zu erlernen. Im Beisein von Lehrern, von Steffi Weller von der Gemeinde Gilching, zuständig für den Fachbereich Kinder und Jugend, von Julian Kolein, Jugendverkehrserzieher bei der PI Gauting sowie Inspektionsleiter Andreas Ruch und Vize Andreas Rau stellten sich die fünf Jugendlichen aus den siebten und neunten Jahrgangsstufe bei einem Pressetermin an der Uranusstraße - ein Standort, wo sie künftig auch Dienst tun werden - vor.

Zum Verkehrshelfer ausgebildet wurden die fünf Schüler Ende Januar bei der PI Gauting von Polizeiobermeisterin Franziska Summer sowie Polizeihauptmeister Julian Kolein. Nach einem erfolgreichen Abschluss dürfen sie gekleidet in Sicherheitswesten ab sofort als Lotsen bei der Schulwegsicherung eingesetzt werden. Lob gab es unter anderem von Andreas Ruch, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der PI Gauting. "Die fünf Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit, insbesondere ihrer jüngeren Mitschüler, auf deren Weg zur Schule. In einer Zeit, in der eigene Interessen oft über das Gemeinwohl gestellt werden, ist dies ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft an der Schule. Darüber hinaus werden aber auch das gemeinschaftliche Miteinander, der Teamgeist und das Verantwortungsbewusstsein gefördert."

Auch Steffi Weller (auf dem Foto zweite von links), die als Vertreterin der Gemeinde den Schülern gratulierte, wies auf das Engagement als "positives Beispiel" hin, mit dem die fünf Jungs "möglich auch Vorbildfunktion für ihre Mitschüler" sein könnten. "Vielleicht rücken ja auch noch ein paar Mädels als Schulweglotsen nach".

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Gilching – Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten. Doch ihre Lebensräume werden zunehmend durch Zäune, Mauern und versiegelte Flächen zerschnitten. Oft reichen schon wenige Zentimeter, um den Tieren den Weg auf ihrer nächtlichen Suche nach Nahrung und Unterschlupf zu versperren.

Germering – Die Regierung von Oberbayern und die Bayernwerk Netz GmbH haben den TSV Unterpfaffenhofen-Germering mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien wurden Rosmarie Ehm und Karl Heinz Theis vom Kreisverband Fürstenfeldbruck des Deutschen Kinderschutzbundes mit der silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.

Fürstenfeldbruck – Seit Anfang März ist die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und Starnberg erfolgreich im Einsatz.

Fürstenfeldbruck – Ab Juli werden die Straßen der Stadt Fürstenfeldbruck im Rahmen einer umfassenden Zustandserfassung durch ein Ingenieurbüro aus Erfurt untersucht. Hierdurch können notwendige Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen frühzeitig erkannt sowie öffentliche Mittel gezielt und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Eichenau – Insgesamt 22 neue Stromgeneratoren wurden von der Gemeindeverwaltung Eichenau für ihre ukrainische Partnergemeinde Wischgorod beschafft und zeitnah geliefert.

Gilching – Überraschend und für Bernhard Feilzer schwer nachvollziehbar: Bei der Wahl zum neuen Senioren-Beirat er als langjähriges Mitglied im Seniorenbeirat schlichtweg abgehängt.