Museumsleiterinnen Angelika Mundorff (li.) und Dr. Eva von Seckendorff sowie Kulturreferent und Stadtrat Prof. Dr. Klaus Wollenberg mit dem Gemälde „Gewittersturm“ (Öl auf Leinwand, 1910) des Wildenrother Künstlers Fritz Behrendt
Susanne
Fürstenfeldbruck – Einen Rück- und Ausblick auf 2017 und 2018 für das Museum Fürstenfeldbruck moderierten die Museumsleiterinnen Angelika Mundorff und Dr. Eva von Seckendorff mit Prof. Dr. Klaus Wollenberg, Kulturreferent und Stadtrat. Im Vorjahr habe das Museum sehr schöne, hochrangige Kunstwerke erhalten aus Gotik und Barock als Leihgaben für die Ausstellung „Leidenschaft für Heilige. 25 Jahre Museum Fürstenfeldbruck“. Aber auch ganz moderner Kunst hat man sich mit der außergewöhnlichen Ausstellung über französische „Graphzines“, einer Art Comic strip aus der Underground Szene, gewidmet und so einen Bogen gespannt zum 50-jährigen Jubiläum unserer Städtepartnerschaft mit Livry-Gargan. Um ein jüngeres Publikum zu erreichen, bemühte das Museum neue Medien wie Facebook und publizierte einen Video-Clip auf YouTube, was in den Printmedien, im BR Rundfunk und Fernsehen auf großes Echo stieß. Und mit rund 70 Führungen für Kindergartengruppen und Schulklassen und der kreativen Ausrichtung von 72 Kindergeburtstagen blieb die Nachfrage nach Museumspädagogik stabil.

Auch heuer wartet man mit geballter Kultur auf: fortgeführt bis zum 21. April wird die Ausstellung „….dann brach der Krieg herein!“ Rundum beleuchtet wird der Erste Weltkrieg durch farbige Holzschnitte aus der Sammlung von Dr. Hans Kretschmer 1900 bis 1918. 3.000 grafische Arbeiten hat das Museum aus Privatbesitz als Spende erhalten. Von 19. April bis 29. Juli wird hingegen über Syrien medial berichtet als Fragmente einer Reise und einer Zeit (Fotografien von Yvonne von Schweinitz aus den Jahren 1953 und 1960). Aufgegriffen wird das metaphorische Thema „Wald“ durch die Exposition „Identitäten: Wald-Bilder“ (17. Mai bis 14. Oktober). Ein Begleitprogramm mit Waldführungen wird erarbeitet. Bis Ende März ist jeder aufgerufen, sein Lieblingsfoto zum Thema Wald im Museum abzugeben oder zu mailen an museum@fuerstenfeldbruck.de. Dies kann z.B. ein Familienalbum-Foto sein oder eine aktuelle Aufnahme. Es wird in Form einer Medienstation installiert. Von 15. November bis 28. April 2019 ist die künstlerische Arbeit des Germeringer Malers, Schauspielers und Lebenskünstlers Heinz Braun (1938–1986) zu sehen unter dem Titel „Ein Eigner sein“. Zur Vernissage hat sich Kabarettist Ringsgwandl angekündigt.

Als Sonderveranstaltungen geplant sind am 15. März, 19 Uhr, die kostenlose Lesung von Dr. Sven Deppisch „Täter auf der Schulbank“ (Lokaler Machtfaktor und Täterort des Holocaust. Die Polizeischule Fürstenfeldbruck im Nationalsozialismus) und am 13. Mai zum Internationalen Museumstag „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ (freier Museumseintritt). Auch bei der 18. Brucker Kulturnacht am 9. Juni (19 bis 1 Uhr) wird das Museum mit von der Partie sein. Außerdem sind wieder Führungen durch die Abteilung Kloster Fürstenfeld und den Kurfürstentrakt am letzten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr vorgesehen, wie auch zu den jeweiligen Sonderausstellungen am ersten Samstag im Monat (15 bis 16 Uhr), mit Annegret Mitterer-Kettenberger M.A. Die Samstagswerkstatt am letzten Samstag im Monat, für Kinder ab sechs Jahren, ist dank einer kontinuierlichen Spende des Historischen Vereins kostenlos. Sprachführungen für erwachsene Geflüchtete werden fortgesetzt, und es gibt spezielle Besichtigungen für Demenz-Erkrankte. Die Römertage „Dies Romani“ für interessierte Lateinschüler der 6. und 7. Klassen stehen auch heuer wieder zu Beginn der Osterferien auf dem Programm. Der Workshop endet mit einem Theaterstück auf der Museumsbühne, teils in Deutsch, teils in lateinischer Sprache. Das Museum Fürstenfeldbruck, Fürstenfeld 6b, hat dienstags bis samstags geöffnet von 13 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 17 Uhr. Am Faschingsdienstag ist geschlossen. Mehr Informationen finden sich auf der Website unter www.museumffb.de.     red
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