Wie der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Fürstenfeldbruck bereits zu Beginn des Jahres bekanntgegeben hatte, steigt das Aufkommen illegaler Ablagerungen an kleinen Wertstoffhöfen im Landkreis kontinuierlich, angefangen bei Restmüll über Sperrmüll und Bauschutt bis hin zu Problemabfällen oder sogar Tierkadavern.
So sehen die kleinen Wertstoffhöfe im Landkreis oft aus.
AWB

Fürstenfeldbruck – Wie der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Fürstenfeldbruck bereits zu Beginn des Jahres bekanntgegeben hatte, steigt das Aufkommen illegaler Ablagerungen an kleinen Wertstoffhöfen im Landkreis kontinuierlich, angefangen bei Restmüll über Sperrmüll und Bauschutt bis hin zu Problemabfällen oder sogar Tierkadavern. Allein im Jahr 2022 wurden über 300 und in 2023 bisher 180 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht. Allerdings können die Verursachenden insbesondere der schwerwiegenderen Ablagerungen aufgrund fehlender Beweise nur selten ermittelt werden, weshalb in Folge die Entsorgungskosten von den Gebührenzahlenden getragen werden müssen.

Dieses Problem stellt allerdings keine Ausnahme dar. Deutschlandweit beklagen Abfallwirtschaftsbetriebe die steigenden Fälle illegaler Ablagerungen. Andere Landkreise versuchen seit ein paar Jahren diesen Entwicklungen durch sogenannte Mülldetektive oder Videoüberwachung an Brennpunkten entgegenzuwirken. Die Rechtmäßigkeit der Überwachung an Wertstoffsammelstellen begründet sich nach dem Bayerischen Datenschutzgesetz (BayDSG), insbesondere Art. 24, und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Auch der AWB sieht sich gezwungen, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Es wurde entschieden, in einer Pilotphase einzelne Problemstandorte zu überwachen. Bedenken wegen der Verarbeitung personenbezogener Daten müssen Bürgerinnen und Bürger nicht haben. Erfasst werden lediglich zur Nachverfolgung von Ordnungswidrigkeiten notwendige Informationen, die Datenverarbeitung und -speicherung erfolgt gemäß dem Datenschutzgesetz. Die vom Landratsamt zuständige Stelle für Datenschutz hat der Maßnahme unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zugestimmt.

Ordnungswidrigkeiten, die im Zuge der Überwachungsmaßnahme dokumentiert werden, sind neben illegalen Ablagerungen auch die Nichteinhaltung der Nutzungszeiten sowie Fehlwürfe. Sie werden in Abhängigkeit des Ausmaßes mit Verwarn- oder Bußgeldern geahndet. Stellt sich die Pilotphase als erfolgreich heraus, wird eine längerfristige Überwachung ausgewählter Standorte in Betracht gezogen. Auf lange Sicht erhofft man sich zur Entlastung der Nachbarschaft eine Reduzierung bei den nächtlichen Einwürfen und natürlich reinere Wertstoffhöfe, was folglich zur Senkung der Entsorgungs- und Reinigungskosten an den kleinen Wertstoffhöfen führt.     red

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Maisach – Bürgermeister Hans Seidl freut sich: Das lokale Freibad ist bereit für die Besucherschar. „Die Wassertemperatur ist angenehm warm“, gibt er zufrieden kund. Die Rutsche überzeugt das Gemeindeoberhaupt ebenfalls. Freibad-Referent Max Schmid (rechts) gibt ebenfalls grünes Licht. Diesen Donnerstag, an Christi Himmelfahrt, 14.

Puchheim – An einem seiner letzten Arbeitstage wurden Armin und Carola Beck im Haus der Begegnung von Erstem Bürgermeiste Norbert Seidl als „Beste Nachbarn“ ausgezeichnet. Die Ehrung fand in kleinem Kreis statt und wurde im Anschluss bei einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen fortgesetzt.

Fürstenfeldbruck – Die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck und die Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck GmbH (WBG) haben nun den Vertrag für ein neues gemeinsames Wohnungsbauprojekt unterzeichnet.

Puchheim – Während der Pfingstferien gelten für das Puchheimer Schwimmbad, Gernerplatz 2, die nachstehenden Öffnungszeiten. Samstag, 23. Mai: 9 bis 16 Uhr, Sonntag, 24. Mai und Montag, 25. Mai: geschlossen, Dienstag, 26. Mai, Mittwoch, 27. Mai und Donnerstag, 28. Mai: 12 bis 19 Uhr, Freitag, 29. Mai und Samstag, 30. Mai: 9 bis 16 Uhr, Sonntag, 31.

Maisach – „Das ist ja eine wunderbare Aktion“, oder „Toll, was ihr da macht!“, lobten staunend einige Passanten, als sie Anfang Mai an der Maisacher Bahnunterführung vorbeikamen.

Olching – Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Fürstenfeldbruck warnt davor, in der Natur herumliegende tote Tiere oder anderes Verdächtiges wie z.B. Kadaverreste oder Köder anzufassen.

Mammendorf – Am Anfang war es nur eine vage Idee. Zur Feier des 20-jährigen Jubiläums der Gemeindepartnerschaft zwischen Brem sur Mer und Mammendorf gab es eine Einladung aus Frankreich.

Fürstenfeldbruck – Die konstituierende Stadtratssitzung am 6. Mai brachte es an den Tag: gewählt wurden für die kommenden sechs Jahre als 2. Bürgermeister Franz Höfelsauer, CSU (als Nachfolger von Christian Stangl, Grüne) und als 3. Bürgermeister Philipp Heimerl, SPD (er folgt auf Dr. Birgitta Klemenz, FBM).