Thomas Niebrorowsky, Nikolaus von Doderer, Dr. Joachim Knüpfer, Adriane Schua, Dr. Brigitte Honold, Beatrice Rieger und Dr. Hans-Peter Senger.
ak
Landkreis - Es ist eines der Lebensmittel aus der Region, auf das „Unser Land“ besonders stolz ist. Über drei Jahre dauerte es, bis er funkelnd weiß in die Tüten rieseln konnte, um den Verbrauchern die Süße der Region mit all ihren Vorzügen schmackhaft zu machen: der Unser Land Bio Zucker aus bayerischen Zuckerrüben. Diese kleine Sensation am Zuckermarkt fand jetzt große Würdigung. Der Bio Zucker wurde als KUMAS Leitprojekt 2015 ausgezeichnet.
Als Umweltnetzwerk wählt KUMAS (Kompetenzzentrum Umwelt e.V) jährlich zukunftsweisende Projekte in Bayern aus, die Mut machen und den Erfolg nachhaltigen Engagements belegen. 2015 darf der Zucker aus bayerischen Zuckerrüben seine Geschichte erzählen und motivierendes Vorbild für andere sein. Am 3. Dezember überreichte Dr. Joachim Knüpfer, 1. Vorsitzender KUMAS e.V., die Auszeichnung im Gersthofener Ballonmuseum. In seiner Laudation hob er den Vorbildcharakter des Projektes hervor.
Sieben UNSER LAND BIO Landwirte bauen die Zuckerrüben auf ihren Äckern an. Sie sind Könner ihres Fachs, ist doch die Zuckerrübe eine sehr aufwändige und anspruchsvolle Feldfrucht. Rund 150 Arbeitsstunden fallen je Hektar an, insbesondere in den ersten Wochen nach der Aussaat, wenn Unkraut die zarten Pflänzchen zu überwuchern drohen. Dann ist Handarbeit zwischen den Pflanzen gefragt. Sind die ersten Wochen geschafft, wachsen und gedeihen die Zuckerrüben bis zur zeitgleichen Ernte bei allen sieben Landwirten im September. Eine große Herausforderung war die Suche nach einer Verarbeitungsstätte. Das einzige deutsche Bio Zuckerwerk liegt in Warburg, rund 650 km vom Unser Land Netzwerkgebiet entfernt, zu weit für einen regionalen Zucker. Die Lösung fand sich im schweizerischen Frauenfeld, rund 250 km von München entfernt. Das dem Netzwerk nächstgelegene Zuckerwerk verarbeitet die Bio Zuckerrüben gesondert. In der Zuckerpackung ist also definitiv der Bio Zucker der Unser Land-Landwirte. Beim Zucker zeigen sich die Auswirkungen weggebrochener Strukturen deutlich. „Wir sind tatsächlich sehr stolz auf diesen Zucker“, erklärt Michael Dippold, 1. Vorsitzender der Solidargemeinschaft Brucker Land. „Das Vorhaben schien aussichtslos. Aber es zeigte sich, dass Mut, Ideen und Kompetenz zusammen vieles möglich machen.“
Die Auszeichnung zum KUMAS Leitprojekt 2015 würdigt den langen Weg und den Leuchtturmcharakter des Projektes. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung“, strahlt Michael Dippolt. „Das macht nicht nur anderen Mut. Auch wir fühlen uns bestätigt, den Weg in die Zukunft mit unseren Ideen und Zielen für den Erhalt der Lebensgrundlagen in der Region weiter voller Optimismus zu gehen.“
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Gilching – Igel gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Wildtieren in unseren Gärten. Doch ihre Lebensräume werden zunehmend durch Zäune, Mauern und versiegelte Flächen zerschnitten. Oft reichen schon wenige Zentimeter, um den Tieren den Weg auf ihrer nächtlichen Suche nach Nahrung und Unterschlupf zu versperren.

Germering – Die Regierung von Oberbayern und die Bayernwerk Netz GmbH haben den TSV Unterpfaffenhofen-Germering mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien wurden Rosmarie Ehm und Karl Heinz Theis vom Kreisverband Fürstenfeldbruck des Deutschen Kinderschutzbundes mit der silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.

Fürstenfeldbruck – Seit Anfang März ist die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und Starnberg erfolgreich im Einsatz.

Fürstenfeldbruck – Ab Juli werden die Straßen der Stadt Fürstenfeldbruck im Rahmen einer umfassenden Zustandserfassung durch ein Ingenieurbüro aus Erfurt untersucht. Hierdurch können notwendige Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen frühzeitig erkannt sowie öffentliche Mittel gezielt und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Eichenau – Insgesamt 22 neue Stromgeneratoren wurden von der Gemeindeverwaltung Eichenau für ihre ukrainische Partnergemeinde Wischgorod beschafft und zeitnah geliefert.

Gilching – Überraschend und für Bernhard Feilzer schwer nachvollziehbar: Bei der Wahl zum neuen Senioren-Beirat er als langjähriges Mitglied im Seniorenbeirat schlichtweg abgehängt.