Wenn der Nebel über die Felder zieht und die Sonne sich die wenigen Stunden am Tag kaum durchsetzen kann, dann werden sie lebendig: die Geschichten, Sagen und Legenden hier in unserer Region, über Geister, Hexen, die „Wilden Jagd“ und die Rauhnächte.
Tradition trifft Digitalisierung: Mit dem „Brauchtumskalender“ durch die dunkle Zeit
Isabel Bachmann

Fürstenfeldbruck - Wenn der Nebel über die Felder zieht und die Sonne sich die wenigen Stunden am Tag kaum durchsetzen kann, dann werden sie lebendig: die Geschichten, Sagen und Legenden hier in unserer Region, über Geister, Hexen, die „Wilden Jagd“ und die Rauhnächte. Die „Brucker Perchten und Rauhnachtsgsindel“ verbinden diese Geschichten mit den faszinierenden Holzmasken, den so genannten Loavn. „Die Regeln der Rauhnächten einzuhalten, mit  Kräutern und Harzen zu räuchern und sich so vor den Geistern und der umherziehenden Wuiden Hetz zu schützen, dieses Wissen wieder zu beleben, haben wir uns zum Ziel gesetzt“, beschreibt Vereinsobmann Klaus Trnka.

 Üblicherweise tun die Vereinsmitglieder dies als schaurige Dämonen und wilde Hexen bei ihren Auftritten auf den Weihnachtsmärkten der Region. Doch da es in diesem Jahr keine Auftritte und „Perchten-Läufe“ geben kann, haben sich die Vereinsmitglieder etwas besonderes ausgedacht: Sie erfüllen die Traditionen diesmal digital mit Leben mit ihrem „Brauchtumskalender“. Auf der Website des Vereins www.bruckerperchten.de informieren Beiträge zu den jeweiligen Terminen wie dem Nikolaustag oder dem Barbaratag über die Bräuche. Ab dem 21. Dezember dreht sich dann alles um die Rauhnächte, jene besondere Zeit zwischen den Jahren, wenn die dunklen Gestalten und ruhelosen Seelen unterwegs sind, aber auch Frau Perchta über die ruhende Natur wacht.

„Wir haben viele Beiträge zusammengestellt, die dieser Zeit vor Weihnachten und als Höhepunkt den anschließenden Rauhnächten gewidmet sind. Die Wurzeln und Anfänge verschiedener Bräuche reichen weit in die vorchristliche Zeit zurück“, beschreibt Klaus Trnka. „Aber auch unsere eigenen Erlebnisse mit den Perchten und Hexen kommen nicht zu kurz.“ So bietet dieser „Brauchtumskalender“ in den nächsten Wochen bis zum Ende der nächsten Rauhnachtszeit am 06. Januar 2021 Gelegenheit, auf eine mystische Reise zu gehen, in die Traditionen einzutauchen und den Verein und seine Mitglieder näher kennenzulernen.

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Olching - Die Bahnsportsaison 2021 nimmt so langsam Gestalt an und Martin Smolinski hofft in der Langbahnweltmeisterschaft 2021 wieder in den Kampf um den WM-Titel eingreifen zu können und auch im Speedway will der Bayer mit dem AC Landshut in der polnischen Liga für Furore sorgen. Doch nicht nur

Landkreis Starnberg - Am vergangenen Samstag hat die Starnbergerin Kira Weidle in der Alpinen Skiweltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo in der Abfahrt die Silbermedaille gewonnen.

Germering - Das war eine Eishockeydemonstration der Wanderers, als man am Freitagabend zu Gast beim EV Bad Wörishofen war. Obwohl die Germeringer nicht in Bestbesetzung antraten, fanden die „Wölfe“ von der ersten Sekunde an keine Mittel und Wege, um sich gegen die Mannschaft aus der Münchner Vorstadt zu erwehren.

Olching - Noch ein letztes Mal in der Saison 2020 stieg Martin Smolinski vergangene Woche nach einem guten Test Anfang Oktober in Olching in Landshut aufs Speedwaybike und nutze die Chance um noch ein letztes Training zu absolvieren.

Olching - In der vergangenen Woche stieg Martin Smolinski erstmals seit Ende seiner Reha und der Absage des Speedway Grand Prix wieder aufs Bike und konnte erfreulicherweise von Fortschritten berichten.

Rottbach - Es war alles so schön geplant. Pünktlich zum 1. Mai sollte der neue Maibaum auf der Golfanlage Rottbach stehen. Der alte Baum war in die Jahre gekommen. Doch mit Corona kam alles anders.

Emmering - Bei den oberbayerischen Meisterschaften der U14 in Bad Endorf schnitt der TV Emmering als bester Verein der Titelkämpfe mit 7x Gold, 5x Silber und 4x Bronze ab.

Gröbenzell - Rugby Gröbenzell hat seine Abteilungsleitung neu geordnet. Nachdem Spielsaison und Trainingsbetrieb im März wegen der Coronona-Pandemie abgebrochen wurden, stehen die langsame Rückkehr zur Normalität und eine Erneuerung an. Dazu gehört auch eine neue Trainerin: die 18-jährige Cornelia Wiedorn.