Asylbewerber verhindern zunächst Abtransport mit Hubschrauber und attackieren die Rettungskräfte
Helmut Kaltenleitner/pixelio.de
Breitbrunn - Über die Rettungsleitstelle Fürstenfeldbruck wurde ein Fenstersturz eines Kindes mitgeteilt. Bereits während der Anfahrt der Streife kam die Mitteilung, dass der Rettungsdienst angegriffen wird. Der ersten eintreffenden Streife stellten sich ca. 40 wütende Asylbewerber gegenüber, die versuchten, die Behandlung des schwerverletzten Jungen zu verhindern. Es wurde versucht in den Rettungswagen einzudringen, bzw. die Rettungskräfte anzugreifen. Zu konkreten Straftaten kam es hierbei nicht. Umliegende Dienststellen entsandten auf Anforderung Streifen zur Unterstützung.  Bereits vor Eintreffen dieser, konnte der lebensgefährlich verletzte Junge jedoch behandelt und die Situation unter Kontrolle gebracht werden.
 
Nach bisherigem Ermittlungstand spielte der zweijährige Junge mit seiner vierjährigen Schwester im Ehebett. Die Mutter verließ kurz das Zimmer um in die Gemeinschaftsküche zu gehen, der Vater hielt sich zum Baden am See auf. Vom Bett aus kletterte der zweijährige wohl aufs Fenstersims und stürzte durch das geöffnete Fenster 2,8 Meter tief auf einen Betonboden. Der zweijährige war nicht ansprechbar, er erlitt Brüche und wohl auch eine Kopfverletzung, er wird in einer Kinderklinik behandelt, Lebensgefahr besteht nicht. Der nähere Sachverhalt muss noch durch weitere Ermittlungen aufgeklärt werden. Ein Abschlussbericht zur Prüfung einer eventuellen Verletzung der Aufsichtspflicht wird der Staatanwaltschaft vorgelegt.  Weshalb die Bewohner so aufgebracht waren ist noch nicht ganz geklärt, angeblich bestand die Angst den Eltern würde das Kind weggenommen werden, bzw. gab es Äußerungen der Rettungsdienst sei nicht sofort erschienen und habe zu lange gebraucht. Ein Angehöriger der FFW Breitbrunn meldete sich zur Anzeigenerstattung, da er im Rahmen des vorgenannten Einsatzes von einer vermutlichen Bewohnerin des Asylbewerberheimes angespuckt worden war. Die  Täterin ist noch unbekannt,  ist wohl aber zu ermitteln. Sie hat jedenfalls keinen engeren Bezug zu dem verunfallten Kind. Vor Ort waren 6 Streifen der Polizei, First Responder, Notarzt , Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber eingesetzt.
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