Wortwörtlich wieder im Munde zergehen ließ sich der Sachverständige vom Institut für Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack), Manfred Stiefel, 30 verschiedene Proben an Stollen, Lebkuchen und Plätzchen, mit viel Mühe hergestellt von sechs Landkreisbäckereien.
v.l.n.r.: Qualitätsprüfer Manfred Stiefel, Yasmin Wimmer und Maximilian Hünsche, obere Reihe: Frank Opitz, Vorstandsvorsitzender der Brucker Sparkasse, mit dem Obermeister der Bäckerinnung (Werner Nau), Martin Reicherzer sowie Johannes und Ulrich Drexler.
Kreishandwerkerschaft Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck/Landkreis – Wortwörtlich wieder im Munde zergehen ließ sich der Sachverständige vom Institut für Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack), Manfred Stiefel, 30 verschiedene Proben an Stollen, Lebkuchen und Plätzchen, mit viel Mühe hergestellt von sechs Landkreisbäckereien.

Zur freiwilligen Qualitätsprüfung hatten sich auch dieses Jahr im Foyer der Sparkasse einige Bäcker der Innung zusammen mit Obermeister Werner Nau (Grunertshofen/Fürstenfeldbruck) eingefunden: Ulrich und Johannes Drexler (Jesenwang), Maximilian Hünsche (Puchheim), Xaver Rackl (Olching), Martin Reicherzer und Yasmin Wimmer (beide Fürstenfeldbruck). Jeder Betrieb spendete im Anschluss zwei eigens dafür gebackene Stollen an hiesige Seniorenheime.

Nach dem Urteil des Fachmanns wurden heuer 22 Backwerke mit der Bestnote „sehr gut“ versehen (73,33 %) und acht mit der Note „gut“ (mindestens 90 von 100 Punkten; 26,67 %). Ausschlaggebend sind dabei die Kriterien Form & Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung & Krumenbildung, Struktur & Elastizität sowie Geruch & Geschmack. Die genauen Ergebnisse der Stollen- und auch Brotprüfungen und mehr Infos sind online zu finden unter www.brotinstitut.de.

Werner Nau zeigte sich wieder höchst zufrieden mit dem Ergebnis der süßen Testung. Wichtig ist ihm und seinen Kollegen neben dem Gaumengenuss die Wertschätzung des selbst produzierten regionalen Traditionsgebäcks. Dabei zeige sich – neben den beliebten Plätzchen und Lebkuchen – immer wieder mehr der Trend hin zu den Klassikern: Butter-, Früchte-, Mandel-, Marzipan-, Mohn- oder Nussstollen sowie dem Früchtebrot. Nichts geht schließlich über den guten, aufwändig gebackenen Weihnachtsstollen, der im Gegensatz zur billigen industriellen Fertigware steht.

Manfred Stiefel fügte hinzu, er hätte zwar theoretisch noch genügend Geschmacksnerven übrig für weitere saisonale Testungen; nachdem er die letzten drei Wochen jedoch ständig auf Achse war, und nach dem Probieren von insgesamt fast 1.000 Stollen, freue er sich jetzt auf eine Pause beim süßen Naschwerk.  red

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