Rund 90 Kaninchen warten in der Tierauffangstation Überacker auf neue Besitzer.
ak
Überacker – Notruf der Tierfreunde Brucker Land: In der Tierauffangstation in Überacker warten derzeit rund 90 Kaninchen im Alter von etwa fünf  Monaten bis vier Jahren auf einen neuen Besitzer, der ihnen ein artgerechtes Zuhause geben möchte. Die Gehege sind überfüllt, die Pflege und Versorgung der Tiere ist kaum noch zu schaffen. Tierfreunde-Vorsitzende Heidi Minderlein: „Wir mussten jetzt einen Aufnahme-Stopp für Kaninchen verhängen, wir haben einfach keinen Platz mehr und keine Helfer.“
Viele der kuscheligen Mümmelmänner, die in den weitläufigen Anlagen munter herumhoppeln und neugierig jeden Besucher begrüßen, wurden von ihren Besitzern abgegeben, weil die sie nicht mehr haben wollten. Oder sie wurden ausgesetzt wie der Bock und die beiden Weibchen in Olching, die trächtig waren und den Tierfreunden noch zusätzlich fünf Babys bescherten. Oder sie stammen aus schlechter Haltung wie die 25 Kaninchen, die vom Veterinäramt beschlagnahmt und bei den Tierfreunden in Sicherheit gebracht wurden. Auch da war ein Tier trächtig und bekam fünf Junge. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. „Schuld an der Notsituation sind verantwortungslose Tierhalter“, klagt Heidi Minderlein. Seit vielen Jahren muss sie beobachten, wie leichtfertig manche Menschen mit Kaninchen umgehen. „Da werden zwei Tiere in einen Käfig gesperrt, keiner kümmert sich drum, ob es ein Bock und ein Weibchen ist. Und wenn nach ein paar Wochen plötzlich Nachwuchs kommt, wird die ganze Kaninchen-Familie einfach ins Tierheim abgeschoben oder gar ausgesetzt.“ Jetzt hoffen die Tierfreunde darauf, dass sich viele Interessenten melden. „Es sind aber keine Kaninchen für die Wohnungshaltung, dahin vermitteln wir grundsätzlich nicht“, betont Heidi Minderlein. „Unsere Tiere brauchen einen Stall mit angebautem Freigehege, bei zwei Kaninchen mindestens sechs bis acht m² groß. Wie der aussehen sollte, darüber geben die Tierfreunde gerne Auskunft. Die vielen Mümmelmänner in Überacker bringen die Tierfreunde jedoch nicht nur platzmäßig an ihre Grenzen: Für die Versorgung der Tiere wären dringend weitere ehrenamtliche Helfer nötig, die möglichst an festen Tagen vormittags bei der Reinigung und Pflege der Kaninchen-Behausungen helfen möchten. Wer Interesse hat: Die Geschäftsstelle der Tierfreunde ist unter der Tel. (08142) 4487616 zu erreichen.
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Germering – Die Regierung von Oberbayern und die Bayernwerk Netz GmbH haben den TSV Unterpfaffenhofen-Germering mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien wurden Rosmarie Ehm und Karl Heinz Theis vom Kreisverband Fürstenfeldbruck des Deutschen Kinderschutzbundes mit der silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.

Fürstenfeldbruck – Seit Anfang März ist die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und Starnberg erfolgreich im Einsatz.

Fürstenfeldbruck – Ab Juli werden die Straßen der Stadt Fürstenfeldbruck im Rahmen einer umfassenden Zustandserfassung durch ein Ingenieurbüro aus Erfurt untersucht. Hierdurch können notwendige Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen frühzeitig erkannt sowie öffentliche Mittel gezielt und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Eichenau – Insgesamt 22 neue Stromgeneratoren wurden von der Gemeindeverwaltung Eichenau für ihre ukrainische Partnergemeinde Wischgorod beschafft und zeitnah geliefert.

Gilching – Überraschend und für Bernhard Feilzer schwer nachvollziehbar: Bei der Wahl zum neuen Senioren-Beirat er als langjähriges Mitglied im Seniorenbeirat schlichtweg abgehängt.

Fürstenfeldbruck – Tolle Idee von Oberbürgermeister Christian Götz (BBV) und gleichzeitig eine sinnvolle Unternehmung für den Umwelt- und Klimaschutz und die sukzessive Verschönerung der Stadt: Die 14 Brucker Stadträte/Innen, die nach der diesjährigen Kommunalwahl aus dem Gremium ausgeschieden sind, werden durch je eine gepflanzte Stieleiche bzw.