Symbolisch demonstrierten die Teilnehmer des Sozialforums per Wollfäden eine optimale Vernetzung
Lele
Gilching - Ob es um den Abenteuerspielplatz, die Sorge um kriminell veranlagte Jugendliche oder um Erleichterungen für die ältere Generation ging, stets hat sich das Sozialforum Gilching des Themas angenommen. Am Dienstag feierten die rund 15 Teilnehmer im Sitzungssaal im Rathaus den 15sten Geburtstag. Es war im September 2001, als Susanne Tietjens vom Mutter-Kind-Haus auf die Idee kam, künftig eine bessere Vernetzung aller sozialen Einrichtungen anzustreben. Bereits im Juli 2002 wurde das Gilchinger Sozialforum (SoFo) aus der Taufe gehoben. Als Ziel standen die Vernetzung und der Austausch mit allen an sozialen Themen interessierten Einrichtungen und Vereine auf der Agenda. Dazu gehört, soziale Brennpunkte aufzuspüren und die Probleme mit Bitte um Lösungsvorschläge an die politischen Vertreter in der Gemeinde weiter zu geben. Das SoFo war es auch, das 2002 dafür sorgte, dass im Rat wieder ein Sozialreferent als Ansprechpartner eingesetzt wurde. Anlässlich des Jubiläums hatten die Teilnehmer Kärtchen mit Wünschen angefertigt. Priorität hat der Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum. Viel Lob gab es durch Bürgermeister Manfred Walter. „Unsere Gemeinde Gilching in der Größe und der Lage bietet viel Sprengstoff, insbesondere im Bereich Kinder- und Jugendarbeit. Aber auch unsere Senioren spielen eine wichtige Rolle, was leider oft übersehen wird.“

Das Besondere am SoFo sei, dass von der Schwangerenberatung über das Starnberger Amt für Jugend und Sport, der Kirche, Con Drops, der Familieninsel, der AWO und dem Mutter-Kind-Haus gemeinsam an einem Strang gezogen werde und „dass viel geholfen wird, ohne anzuklagen und jemanden bloß zu stellen“, betonte der Rathauschef. Der langjährigen Sprecherin Susanne Titjens überreichte Sozialreferentin Margarete Blunck einen bunten Blumenstrauß. Diesen bekam auch Dr. Mechthild Kramer, engagierte Ärztin aus Gilching, die seit 15 Jahren das Protokoll führt. Als Sinnbild für ihre Arbeit stellten sich die Teilnehmer zu einem Kreis auf und schafften durch weiterreichende Wollknäuel eine optimale Vernetzung. „Diese Verbindungen sind sehr viel Wert, so dass meist unbürokratisch geholfen werden kann“, sagte Marc Engelhardt vom Sozialdienst Gilching. Beim anschließenden Buffet wurden neue Ideen vorgestellt und künftige Aktionen vorgeschlagen. Titjens erinnerte zudem an das 42. Treffen seit Gründung von SoFo, das für Oktober 2017 geplant ist. LeLe
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