Von hinten links: Mirko Riedel, Stephan Widenmayer, Markus Kefeder, Johannes Lehner, Simone und Tobias Jaud; Mitte: Philipp Jonsson, Daniel Gruber, Timon Barth, Anne Lehner und Chiara Duschl; vorne: Eckart Werner-Forster.
Von hinten links: Mirko Riedel, Stephan Widenmayer, Markus Kefeder, Johannes Lehner, Simone und Tobias Jaud; Mitte: Philipp Jonsson, Daniel Gruber, Timon Barth, Anne Lehner und Chiara Duschl; vorne: Eckart Werner-Forster.
ak
Germering - In der vergangenen Woche traten 134 Schüler in 80 Schülergruppen beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ am Flughafen München an. Sieben dieser Gruppen kamen vom Max-Born-Gymnasium in Germering (MBG) und gewannen insgesamt sechs Preise und Platzierungen.
Die jüngsten der elf MBG-Schüler waren Anne Lehner und Chiara Duschl (beide zwölf Jahre alt), die zwei Farbscheiben ineinander steckten und dann rasch rotieren ließen, so dass sie sich zu einer Mischfarbe vereinigten. Indem sie einen Computerbildschirm eine möglichst ähnliche Farbe anzeigen ließen, bestimmten sie die Rot- Grün- und Blau- (RGB-) Werte ihrer Mischung. Dabei fanden sie heraus, dass jeder Benutzer etwas unterschiedliche RGB-Werte wahrnimmt, die zusätzlich auch von der Beleuchtung abhängen. Beleuchtet man mit Glühlampenlicht, so ist der R-Wert erhöht, bei Licht von Leuchtstoffröhren der B-Wert. Die Jury belohnte diese Arbeit mit dem dritten Platz in der Kategorie für die Schüler unter 15 Jahren und verlieh zusätzlich einen Zeitschriftenpreis.
In der gleichen Kategorie kamen Simone (15) und Tobias Jaud (12) auf den zweiten Rang. Sie untersuchten eine große Anzahl von bunten Spektrallinien von verschiedenen Gasen mit einem Spektrometer. Die Wellenlänge des Lichts berechneten sie nicht nur mit den üblichen Formeln, sondern gestalteten ein Computerprogramm, das die Wellen bildlich darstellt und anhand der verschiedenen Richtungen, in die das verschiedenfarbige Licht gebeugt wird, die Wellenlänge ermittelt.
Philipp Jonsson (17) präsentierte die Ergebnisse seiner Untersuchungen von Orchideen, die er unter Betreuung von Dr. Gottfried Schroll, dem Leiter seines W-Seminars, angefertigt hatte und für die er in intensiven Kontakt mit den Gärtnern der Gewächshäuser des botanischen Gartens in München trat. „Besonders beeindruckt mich die Raffinesse, mit der Orchideen sich mit Wasser aus feuchter Luft versorgen, wenn sie keine Wurzeln besitzen, die zum Boden reichen“, begeisterte sich Philipp.
Im Fachbereich Chemie zerlegte Johannes Lehner Wasser durch Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff, der als ein Energieträger der Zukunft gilt. „Wichtig ist hierbei vor allem der Anteil der aufgewendeten Energie, die bei der Zerlegung gespeichert wird und wiedergewonnen werden kann“, meinte Johannes. Seine Idee, den Druck, mit dem die Gase entstehen, zu verwenden, um Wasser anzuheben oder ein Windrad anzutreiben, belohnte die Jury mit dem Sonderpreis Umwelttechnik. Auch er wurde von Dr. Gottfried Schroll betreut.
Dass ein Schläger beim Badminton ein Vielhundertfaches der Erdbeschleunigung erfährt, konnte Daniel Gruber (18) mit seinem Computerprogramm nachweisen, das Videos in Einzelbilder zerlegt, auf denen man Orte beliebiger Objekte bestimmen kann. „Durch geschicktes Einfügen eines Maßstabes kann ich die Geschwindigkeit des Schlägers genau bestimmen“, so Daniel. Timon Barth (15) steuerte Ideen bei, wie die Erkennung eines Objekts automatisiert werden kann. Auch diese Arbeit belohnte die Jury mit einem Zeitschriftenpreis.
Mirko Riedel (18) untersuchte, wie Elektronen Energie an Quecksilberatome abgeben, wenn sie zunächst beschleunigt werden und dann mit ihnen zusammenprallen. Seine Ergebnisse passten nicht nur hervorragend zur Theorie, er konnte auch Abweichungen gut erklären. Darüber hinaus untersuchte er, wie viele Elektronen eine bestimmte Energie besitzen, indem er sie gegen eine negative Elektrode anlaufen ließ und die abstoßende Kraft allmählich erhöhte. Das so gewonnene Energiespektrum verwendete er wiederum, um die Resultate der Zusammenstöße zwischen Elektronen und Quecksilberatomen zu überprüfen. Mit dieser Arbeit erreichte Mirko den dritten Preis in der Kategorie für Schüler über 15 Jahre.
„Wie viele Schüler haben schon damit gekämpft, dass man elektrischen Strom nicht sehen kann“, fragten sich Markus Kefeder und Stephan Widenmayer (beide 17). Sie entwickelten ein Wassermodell, in dem man die Grundgrößen Ladung, Stromstärke und Widerstand direkt erfahrbar machen kann – über die Analogie: zu Wasser, zu der in einer Sekunde vorbeifließenden Wassermenge und als Brett mit mehr oder weniger großen Bohrlöchern. „Das Highlight ihrer Arbeit aber ist, dass der Wasserpegel vor und hinter den Widerstandsbrettern die unanschaulichste Grundgröße verdeutlicht, nämlich die elektrische Spannung“, freut sich Eckart Werner-Forster, Betreuungslehrer des Wahlunterrichts Jugend forscht, der neben dieser noch vier weitere der angetretenen Gruppen des MBG coachte. Er will das gelungene Modell in seinem Physikunterricht einsetzen.
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