Wolfgang Dirscherl/pixelio.de
Fürstenfeldbruck - Seit Sommerbeginn musste die Brucker Polizei bereits mehrere Male ausrücken, um Hunde die von ihren Besitzern im geparkten Auto zurückgelassen wurden, zu retten. Fast immer bietet sich das gleiche Bild, die Autos stehen in der prallen Sonne und die eingesperrten Vierbeiner hecheln bis zur Erschöpfung oder liegen bereits apathisch auf der Seite.
Wenn der Halter nicht schnell erreicht werden kann, öffnen die Beamten das Fahrzeug, wenn nötig auch mit Gewalt. Dabei sollte den Hundebesitzern eigentlich klar sein, dass ihr Liebling nicht schwitzen kann und nur durch Hecheln Kühlung erreicht. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung kann das Tier aber nur mit Trinken ausgleichen. Hat der Hund keine Wasserzufuhr, entsteht eine Hyperthermie, die Körpertemperatur steigt an und die Tiere verkochen förmlich von innen. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann. Übrigens: Bereits ab 20 Grad kann es für den Hund im Auto gefährlich werden, bei dieser Temperatur reichen schon wenige Minuten in der prallen Sonne, um das Auto auf über 30 Grad aufzuheizen. Auch sollte man bedenken, dass ein Auto welches im Schatten abgestellt wurde durch die Wanderung der Sonne sehr schnell im prallen Sonnenschein steht, da hilft auch die Spaltöffnung der Seitenscheiben nichts. Wenn durch das Eingreifen der Polizei ein Hund vor dem Hitzetod gerettet wird, wird es für den fahrlässigen Hundebesitzer meist teuer, neben einer Anzeige nach dem Tierschutzgesetz und einem Bußgeld bleibt er auch auf dem Schaden sitzen, der eventuell bei der Öffnung des Wagens entstand.
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