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Fürstenfeldbruck – Früher gab es sie noch häufig, heute kennt sie kaum mehr jemand: die Wasserralle (Rallus aquaticus). Durch das systematische Zuschütten und Planieren unzähliger kleiner Gewässer verschwindet ihr Lebensraum immer mehr. In einem kleinen Restbiotop am Amperstausee in Fürstenfeldbruck hat der seltene Vogel, der in der Roten Liste als „stark gefährdet“ gilt, jedoch ein Zuhause gefunden.

Mit ihrem gebogenen roten Schnabel sieht die Wasserralle recht exotisch aus. Dabei ist sie direkt verwandt mit dem allseits bekannten Blässhuhn, im Volksmund auch „Duckanterl“ genannt, und mit dem ebenfalls bei uns vorkommenden Teichhuhn. Sie ist nicht besonders scheu, nur vor freilaufenden Hunden versteckt sie sich sofort. Als melodisch kann man ihren Gesang nicht unbedingt bezeichnen: besonders im Frühjahr hört man bei einsetzender Dämmerung ein quiekendes Geräusch, das eher an ein Ferkel als an einen Vogel erinnert. Wer am Amperdamm spazieren geht, kann diesen etwa amselgroßen Vogel im Graben zur Schöngeisinger Straße regelmäßig beobachten. In diesem Winter wurden schon drei Exemplare gesichtet.

Nun soll die daneben liegende Wiese zu einer Erholungs- und Freizeitfläche umgestaltet werden. Wie sich das auf die Wasserrallen auswirken wird, lässt sich nur schwer vorhersagen. Vor allem durch die derzeit geplante Wegeführung sind Störungen zu erwarten, die schlimmstenfalls zum Erlöschen dieses kleinen und kostbaren Bestandes führen könnten. Der LBV setzt sich deshalb dafür ein, in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Unteren Naturschutzbehörde eine nachhaltige Lösung zu finden, um das kleine Biotop als Refugium für diesen schönen und seltenen Wasservogel zu erhalten.

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