Das Ambulante Kinderhospiz München wurde 2004 durch Christine und Florian Bronner ins Leben gerufen.
Landratsamt Starnberg
Starnberg/Gilching - Am vergangenen Dienstag überreichte Landrat Karl Roth die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Christine und Florian Bronner aus Gilching. Die beiden gründeten das Ambulante Kinderhospiz München und die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München. „Sie sind für viele Familien mit schwerst- und unheilbar kranken Kindern ein Engel. Sie sind sofort da, wenn Sie gebraucht werden, um den betroffenen Eltern und Kindern in den schwersten Stunden zur Seite zu stehen“, betonte Landrat Karl Roth bei der Feierstunde im Landratsamt.
 
Das Ambulante Kinderhospiz München (AKM) wurde 2004 durch Christine und Florian Bronner aus persönlicher Betroffenheit heraus ins Leben gerufen. Es betreut Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre, die unter lebensbedrohlichen und/oder lebensbegrenzenden Krankheiten leiden. Seit April 2005 wird es durch die gleichnamige Stiftung finanziert. Im vergangenen Jahr wurden 275 Familien betreut, knapp 200 ehrenamtliche Helfer sind in ganz Bayern unterwegs. Die Aufgaben des Kinderhospizdienstes bestehen in der psychosozialen Begleitung und Beratung der betroffenen Familien. Dazu gehören unter anderem die Trauma-Prävention durch 24-Stunden-Dienst und die Unterstützung, sowie physische und psychologische Stabilisierung der Familien. Ureigene Hospizaufgabe ist die Pflege der Schwerstkranken und die Sterbebegleitung.
 
„Ihren unermüdlichen Einsatz für das AKM hat der Bundespräsident mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Ich freue mich, Ihnen die Verdienstmedaille heute überreichen zu dürfen“, so Roth. Zur Ehrung begleiteten das Ehepaar Bronner ca. 40 Personen, die am Bestehen und dem Erfolg des AKM maßgeblich beteiligt waren und sind. „Ich möchte den Orden stellvertretend für euch alle entgegennehmen, denn ohne eure Hilfe würde es das AKM heute so nicht geben“, betonte Christine Bronner sichtlich gerührt bei ihrer Dankesrede.
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