- Im Münchner Norden und Westen wird der Busverkehr weiter ausgebaut: Am Montag, 29. April 2019 nimmt der neue ExpressBus X80 den Betrieb auf. Die schnelle Querverbindung macht den ÖPNV im Stadtgebiet noch attraktiver und stärkt den Stadt-Umland-Verkehr zwischen München und dem Landkreis Fürstenfeldbruck.
Ein neuer ExpressBus X80 verbindet seit Montag Moosach, Lochhausen und Puchheim.
Carmen Voxbrunner

Puchheim - Im Münchner Norden und Westen wird der Busverkehr weiter ausgebaut: Am Montag, 29. April 2019 nimmt der neue ExpressBus X80 den Betrieb auf. Die schnelle Querverbindung macht den ÖPNV im Stadtgebiet noch attraktiver und stärkt den Stadt-Umland-Verkehr zwischen München und dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Die neue Linie verbindet Moosach, Lochhausen, Gröbenzell und Puchheim Bahnhof auf direktem Weg. Sie wird von der Landeshauptstadt München, dem Landkreis Fürstenfeldbruck, dem Freistaat Bayern und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) gemeinsam finanziert. Der X80 verbessert den ÖPNV in mehrfacher Hinsicht: Er verknüpft auf kurzem Weg die S-Bahnlinien S1 (Moosach), S2 (Untermenzing), S3 (Lochhausen) und S4 (Puchheim) und schafft damit bequeme Direktverbindungen, in München etwa zwischen Untermenzing und Lochhausen, vor allem aber zwischen dem Landkreis und der Landeshauptstadt.

U3-Anschluss für Puchheim und Gröbenzell

Die dicht besiedelten und stark wachsenden Kommunen Puchheim und Gröbenzell im Münchner Westen erhalten erstmals eine schnelle Bus-Anbindung an das Münchner U-Bahnnetz. In Moosach können Fahrgäste auf kurzem Weg zur U3 Richtung Münchner Innenstadt umsteigen. Der X80 bindet das westliche Umland in Moosach außerdem an die Flughafen-S-Bahnlinie S1 an. Ferner besteht am Bahnhof Moosach Anschluss an die ExpressBus-Linie X50 in Richtung Frankfurter Ring und Studentenstadt. In Untermenzing (Von-Kahr-Straße) bietet sich eine praktische Umsteigemöglichkeit zum StadtBus 160 zur Weiterfahrt nach Allach/Karlsfeld oder Richtung Pasing an. Viele Ziele sind ohne Umweg über die Innenstadt bequem zu erreichen. Eine zusätzliche Haltestelle in der Gemeinde Gröbenzell (zwischen den Haltestellen Lochhausen und Lagerstraße) ist in Vorbereitung.

Die planmäßige Fahrzeit zwischen Puchheim Bf. und Moosach Bf. beträgt ca. 30 Minuten. Im Vergleich zum bisherigen ÖPNV-Angebot ergibt sich damit eine Zeitersparnis von rund acht Minuten. Bisher sind Fahrgäste mit der S4 und S1 mit Umstieg in Laim rund 38 Minuten unterwegs. Durch die direkte Verknüpfung des X80 mit der U3 in Moosach ergeben sich aber auch auf weiterführenden Relationen Fahrzeitvorteile. Wer etwa von Puchheim Bf. Lagerstraße zum OEZ möchte, benötigt mit dem X80 und der U3 rund 34 Minuten. Bisher beträgt die Reisezeit rund 50 Minuten mit zwei bis drei Umstiegen. In München profitieren die Kunden ebenfalls. Der X80 verbindet Untermenzing und Lochhausen in nur zehn Minuten. Bisher besteht hier keine direkte Busverbindung.

Der ExpressBus X80 fährt montags bis samstags. Er bedient den gesamten Linienweg stets im 20-Minuten-Takt. Montags bis freitags sind die Busse von ca. 6 Uhr bis ca. 22 Uhr im Einsatz, samstags von ca. 8 Uhr bis ca. 22 Uhr. Als Fahrzeuge kommen 12-Meter-Busse mit rund 60 Plätzen zum Einsatz. Die Busse absolvieren pro Richtung bis zu 49 Fahrten am Tag. Der X80 macht den ÖPNV in der Landeshauptstadt und der Region insgesamt noch attraktiver. Linienverlauf und Fahrplan sind auch für Fahrgäste, die die Münchner Linienbusse bisher noch nicht für sich entdeckt haben, leicht zu merken. Das neue Angebot ist außerdem ein wichtiger Beitrag zur Luftreinhaltung in München und im Umland.

Der X80 ist ein weiterer Baustein im ExpressBus-Programm der MVG. Er ergänzt die bisher bestehenden Linien X30 (Harras – Ostbahnhof), X50 (Moosach Bf. – Alte Heide) und X98 (Tierpark-Express ab HBF an Wochenenden). Mittelfristig soll ein ganzes ExpressBus-Netz in München aufgebaut und etabliert werden. Im ExpressBus gilt die gleiche Kurzstreckenregelung wie in der U-Bahn: Fahrgäste können mit einem Kurzstreckenticket bis zur zweiten Haltestelle nach dem Einstieg fahren.

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Gilching - Das Projekt „well-done – Gute Beispiele zum klimaangepassten Bauen“ hat 19 Gebäude in Deutschland ausgewählt, die besonders klimafreundlich sind. Eines dieser Gebäude ist das Kinderhaus Argelsried in Gilching.

Fürstenfeldbruck - Trotz Unwetterwarnung und heftigen Regenschauern sind am 07.06.24 rund 350 Menschen dem Aufruf des „Bündnisses für Demokratie im Landkreis Fürstenfeldbruck“ gefolgt. Als sich die Sonne wieder kurz zeigte, bildeten sie gemeinsam auf der Amperwiese des Veranstaltungsforums die Form eines großen Herz-Symbols.

Weßling - In den letzten Monaten werden immer wieder Verkehrsschilder in Weßling mit Aufklebern, die diverse Botschaften und Symbole enthalten, verunstaltet. Diese Art des Vandalismus sorgt nicht nur aus ästhetischen Gründen für Verärgerung, sondern gefährdet auch die Verkehrssicherheit.

Gröbenzell – Während dem Aufbauen wurden die Ehrenamtlichen des Interessenvereins ordentlich nass und befürchteten schon, dass das 43. Volksradeln total ins Wasser fallen würde. Doch pünktlich zur Eröffnung um 9 Uhr kämpfte sich die Sonne durch die Wolken und die 1. Vorsitzende Marina Kinzel konnte zusammen mit dem Bürgermeister Martin Schäfer die Tour eröffnen.

Maisach/Landkreis – Gerade zeigt sich wieder, dass Extremwetterereignisse in den letzten Jahrzehnten immer mehr zunehmen. Starkregen trifft uns öfter und richtet Schäden in Millionenhöhe an.

Maisach – Die Blaskapelle Maisach machte sich mit dem Pfarrverband Maisacher Land im Mai auf den Weg zu Fuß nach Andechs. Nach rund 38 Kilometer Fußweg erreichten die insgesamt über 60 Wallfahrer den „heiligen Berg“ und nahmen an einer von der Blaskapelle gestalteten Messe teil.

Kottgeisering/Maisach – Trauer in Kottgeisering: Alle fünf Jungstörche (die Anzahl war eine freudige Sensation) auf dem Gemeindedach haben die Starkregentage bedauerlicherweise nicht überlebt.

Landkreis Fürstenfeldbruck - Seit der Nacht von Freitag auf Samstag haben heftige Niederschläge in Teilen des Landkreises für Überflutungen und vollgelaufene Keller gesorgt. Vor allem Bereiche an Fließgewässern waren stark betroffen und haben die Einsatzkräfte in Atem gehalten.