Anlass für die parlamentarische Intervention ist die Entwicklung im ersten Halbjahr 2016, in dem bereits 85 Mal S-Bahn-Haltestellen ausgelassen wurden.
ak
Landkreis - Mit der Praxis der S-Bahn München, bei Verspätungen von S-Bahn-Zügen einzelne Halte ausfallen zu lassen, wird sich der Landtag im neuen Jahr befassen. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet hat als Stimmkreisabgeordneter von Fürstenfeldbruck-Ost einen entsprechenden Antrag eingebracht, mit dem die Staatsregierung und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) als Auftraggeber des Schienenpersonennahverkehrs aufgefordert werden, bei DB-Regio als beauftragtem Verkehrsunternehmen dafür zu sorgen, dass die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt werden. Dazu gehöre insbesondere auch die pünktliche und zuverlässige Bedienung der Halte.
Anlass für die parlamentarische Intervention ist die Entwicklung im ersten Halbjahr 2016, in dem bereits 85mal S-Bahn-Haltestellen  ausgelassen wurden. Wie es in der Begründung zum Antrag wörtlich heißt, erbringt „die Deutsche Bahn AG nicht die vom Freistaat Bayern bestellten und mit ihr vereinbarten Leistungen. Das Konzept der DB AG, S-Bahnhöfe mit „geringem Verkehrsaufkommen“ auszulassen, um Verspätungen im Fahrplan auszugleichen, entspricht zusätzlich nicht dem bayernweit gewünschten Kurs, die Bürger weg vom Individualverkehr und hin zu einer umweltfreundlichen Beförderung mit dem ÖPNV zu bewegen. Gerade in den Anliegergemeinden der S3 und S4 kann dies weitreichende Folgen für den Straßenverkehr nach sich ziehen, sollten weiterhin Haltestellen aufgrund Verspätungen ausgelassen werden.“
Der von Bocklet initiierte Antrag will, dass der Verspätungsabbau und die Systemstabilisierung nach Störfällen vorrangig durch Ersatzzüge, notfalls durch ältere Fahrzeuge vom Typ ET420, die zwischen den Außenästen und dem Hauptbahnhof bzw. Ostbahnhof verkehren könnten, sichergestellt werden. Der Antrag wird nun zunächst im Wirtschaftsausschuss beraten, bevor er vom Landtagsplenum verabschiedet werden kann. Bocklet geht davon aus, dass der Antrag Staatsregierung und BEG zu entsprechenden Konsequenzen gegenüber der DB Regio veranlassen wird. Im Übrigen müssen – so der Landtagsvizepräsident – bei der künftigen Vertragsgestaltung mit der DB Regio entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, um die kritisierte Praxis zu unterbinden.
Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Fürstenfeldbruck – Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, bei dem traditionell ehrenamtlich engagierte Brucker mit einer Bürgermedaille ausgezeichnet werden, durfte auch die musikalische Umrahmung nicht fehlen: diesmal durch die Oldschool Bigband ehemaliger Graf-Rasso-Schüler.

Fürstenfeldbruck – Die Stadt Fürstenfeldbruck erfüllt weiterhin alle Kriterien der Fairtrade-Town-Kampagne und darf für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen.

Fürstenfeldbruck – Dies ist eine Entscheidung historischen Ausmaßes für unsere Amperstadt, mit deutlichem Ergebnis. Am vergangenen Sonntag waren die Bürgerinnen und Bürger mittels Bürgerentscheid gefragt, wie die Zukunft der momentan noch durch die Stadt führenden B2 aussehen soll.

Gilching - Mit insgesamt 35 Kindern, 41 ehrenamtlichen sowie vier hauptamtlichen Mitarbeitern startete die „Integrationshilfe für ausländische Kinder und Jugendliche Gilching“ ins Geschäftsjahr 2024/25.

Fürstenfeldbruck – Der Bürgerentscheid „Zukunft der B2“ am Sonntag, den 18. Januar wird nach der neuen Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden durchgeführt. Dies bedeutet einfach gesagt „Briefwahl für alle“.

Gröbenzell – Zum Jahresende haben die Malteser den Dienstältesten Notarzt ihrer Notarztgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck in den Ruhestand verabschiedet.

Gilching – Am Bauhof der Gemeinde Gilching ist neuer Lebensraum für heimische Tierarten entstanden. An der Fassade sowie unter dem Dachüberstand wurden mehrere Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse angebracht.

Puchheim – Als große Hilfsorganisation unterzieht sich die Johanniter-Unfall-Hilfe jedes Jahr von neuem der Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), um das renommierte DZI Spenden-Siegel zu erhalten. Nun wurde ihr dieses zum 21. Mal in Folge erteilt.