Eine kunterbunte Zeitreise bringen 13 Vereine aus der Gemeinde Inning auf die Bühne.
ak
Inning - Eine Gemeinschaftsproduktion, deren Umfang ihresgleichen sucht, wird am 22. Und 23. Oktober in Inning am Ammersee zur Aufführung gebracht: 13 Vereine der Gemeinde Inning präsentieren eine Revue zur Geschichte ihres kleinsten Ortsteils Stegen. Tanz, Szenen, Akrobatik, Lieder und Musik erzählen mit viel Humor und großem Engagement aller Beteiligten von Ammar, dem Herrn des Ammersees genauso wie von der Brücke, die schon zu Römerzeiten als Übergang über die Amper von überregionaler Bedeutung war. Später führte sie als Teil der „unteren Salzstraße“ von Berchtesgaden ins Allgäu. Aber auch von der Konfrontation der Münchner Badegäste mit den schicklichen Badesitten vor Ort wird berichtet. Prominente Unterstützung erhält die Produktion unter anderem vom renommierten Autoren und Sprecher für Fernsehen und Radio, Gerd Heidenreich.
Mit der Revue findet das Jahresprojekt „Historisches Stegen“ seinen Abschluss, das in diesem Jahr mit mehreren Feierlichkeiten und einer Ausstellung die Geschichte des Ortsteils an der Nordspitze des Ammersees in den Fokus stellte. Nachdem das Historienspiel „Kaiserglanz in Uningen“ zum 1100. Jubiläum Innings vor vier Jahren große Erfolge feierte, bringen die ortsansässigen Vereine nun wieder ein Projekt mit eigens komponierter Musik und selbstgeschriebenen Texten auf die Bühne. Für die Musik sorgen Ensembles, Instrumentalisten und Sänger aus dem erweiterten Kreis der Pierre van Hauwe Musikschule Inning und der Inninger Gospelchor. Auf Basis der von Martin Vogel komponierten volkstümlichen Weisen setzt sich die Musik über Umwege zu Rock und Jazz mit Tradition und Geschichte auseinander.
Spielerisch, ironisch und bunt präsentieren sich nicht nur der musikalische Teil, sondern auch die Erzählungen. Beim Stöbern in Anekdoten, Sagen und historischen Quellen hat der Verein Heimatgeschichte Inning um Koordinatorin Jutta Göbber so manchen Schatz gehoben. Zusammen mit Bärbl Mehnert-Jaeger vom Gospelchor und Daniela Herzog von der Nachbarschaftshilfe wurde ein kurzweiliges Libretto verfasst. Von den Schimpftiraden der Kirche über das „Holter und Polter“ im Stegener Wirtshaus bis zur Geschichte Stegens als Heimathafen der Ammerseeschifffahrt. Die Revue zeigt, dass das Erforschen der eigenen Geschichte keine trockene Angelegenheit sein muss. Eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1266 sollte ursprünglich Anlass für ein 750-jähriges Jubiläum Stegens bieten. Leider stellte sich heraus, dass es sich dabei  wahrscheinlich um eine andere Ortschaft namens Stegen handelte. Mit solchen Ungereimtheiten jedoch gehen die Inninger ganz offen um.  Diesmal begibt man sich im Rahmen des Festjahres "Historisches Stegen 2016" auf  eine unterhaltsame "Kunterbunte Zeitreise". Was zählt, ist der Zusammenhalt der Ortsgemeinschaft, damals wie heute.
Die Stegen-Revue wird am 22. und 23. Oktober jeweils um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Inning (Schornstraße) aufgeführt. Eintrittskarten sind für 10 Euro an der Abendkasse erhältlich. Am 21. Oktober findet um 17 Uhr eine öffentliche Generalprobe statt, bei der gegen Spende zugesehen werden darf. Karten sind im Vorverkauf in Inning an folgenden Stellen erhältlich: Café Huttner, Schreibwarengeschäft Schroeren, Optik Wittenberger. Reservierungen werden auch per Email an folgende Adresse angenommen: jutta@goebber-inning.de. Zur Aufführung ist eine CD erschienen, die an der Abendkasse oder auf Bestellung per Email erhältlich ist.
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