Über etwas mehr Normalität, freute sich Thomas Müller, Vorstand des Sozialdienstes Gilching. Den erstmals durfte nach einer längeren Corona-Pause wieder eine öffentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Nachgeholt wurde unter anderem die Verabschiedung langjähriger Vorstandskolleginnen.
Thomas Müller verabschiedete die Vorstandskolleginnen Ursula Hübner (links) sowie Irene Böhm im Rahmen der Mitgliederversammlung
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Gilching – Über etwas mehr Normalität, freute sich Thomas Müller, Vorstand des Sozialdienstes Gilching. Den erstmals durfte nach einer längeren Corona-Pause wieder eine öffentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Nachgeholt wurde unter anderem die Verabschiedung langjähriger Vorstandskolleginnen.

Der Sozialdienst Gilching feiert heuer seinen 50sten Geburtstag. Obwohl, von feiern keine Rede sein konnte. Denn wie vieles andere, fiel auch das Jubiläum dem Lockdown zum Opfer (wir berichteten). „Verschoben ist aber nicht aufgehoben, heißt es doch so schön“, sagte Thomas Müller im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Deshalb werde das Fest unter dem Motto „50 plus 1“ im nächsten Jahr nachgeholt. „Und dann werden wir richtig feiern. Vorausgesetzt, die Corona-Werte machen uns keinen Strich durch die Rechnung.“ Ins Wasser gefallen sei außerdem die offizielle Verabschiedung der zwei langjährigen Vorstandskolleginnen Ursula Hübner, seit 2005 mit dabei, sowie Irene Böhm, die 2010 in den ursprünglich aus drei Personen bestehenden hauptamtlichen Vorstand berufen wurde. Drittes Mitglied war damals noch Marc Engelhardt, der mittlerweile nach Spanien ausgesiedelt hat.

Seine Nachfolge trat Thomas Müller zum 1. Juli 2019 angetreten. Ihm steht seit dem Ausscheiden von Hübner und Böhm zum Ende 2020 gleichberechtigt Ursula Beyer zur Seite. „Im Rahmen der Mitgliederversammlung habe ich Hübner und Böhm für ihr langjähriges Engagement und dafür gedankt, dass sie dem Verein als Mitglieder erhalten bleiben“, betonte Müller. Zufrieden sei er außerdem über die Mitgliederentwicklung. „Entgegen unserer Befürchtungen haben wir zugelegt und zählen heute rund 700 Mitglieder. Erfreulich ist, dass der Trend wieder mehr hin zum sozialen Engagement geht.“ Anders jedoch sehe es in Punkto Personal aus. „Wir haben derzeit 92 Mitarbeiter. Es fehlen aber Männer und Frauen, die in den Bereichen Fahrdienst sowie Hauswirtschaft auch nur stundenweise mitarbeiten wollen. Dabei spielt das Alter oder die Ausbildung keine Rolle. Wichtig ist lediglich, Freude an der Tätigkeit und Freude am Umgang mit älteren, hilfsbedürftigen Menschen.“

Auf der Liste des Sozialdienstes stehen derzeit 40 private Haushalte sowie 51 Bewohner im angrenzenden Betreuten Wohnen, die täglich bis gelegentlich die Dienste in Anspruch nehmen. „Die Nachfrage ist enorm gestiegen“, erklärt Müller. Und wie sieht es den diversen Angeboten innerhalb des Zentrums an der Andechser Straße aus? „Die dürfen alle wieder in Aktion treten“, freut sich Müller. In der Tagespflege gebe es sogar noch einige freie Plätze. Außerdem im Angebot der Montagstreff, das Erzählcafé, der Handarbeitsnachmittag, das Weißwurstfrühstück, der gemeinsame Mittagstisch sowie die Lesenachmittage. Wobei nur zum Montagstreff auch aushäusige Gäste kommen können. Näheres unter www.sozialdienst-gilching.de. LeLe        

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