Ein großes Fragezeichen steht nach wie vor über der Entwurfsplanung Ortsmitte Gilching. Darunter fällt ein Wohnprojekt mit rund 30 Wohn-Einheiten anstelle des Getränkemarktes.
Ein großes Fragezeichen steht nach wie vor über der Entwurfsplanung Ortsmitte Gilching.
Gemeinde Gilching

Gilching – Ein großes Fragezeichen steht nach wie vor über der Entwurfsplanung Ortsmitte Gilching. Darunter fällt ein Wohnprojekt mit rund 30 Wohn-Einheiten anstelle des Getränkemarktes. Weil sich laut Bürgermeister Manfred Walter die Einwände der Anwohner häuften, soll nun ein temporärer Gestaltungsbeirat eingeschaltet und bis dahin das Bebauungsplanverfahren zurückgestellt werden.

Um den massiven Einwänden der Anwohner der Planungen an der Kreuzung Hochstift-Freising-Weg/Karolingerstraße etwas entgegenzusetzen, regte Manfred Walter am Montag in der Sitzung des Bauausschusses an: „Wir müssen alles extrem gut abwägen. Wählen die Nachbarn letztendlich den Gerichtsweg, müssen wir gut gewappnet sein.“ Die umfangreichen Einwände bezögen sich laut Walter überwiegend auf die „massive, dichte und hohe Wohn-Bebauung“. Wir berichtet, sind anstelle des Getränkemarktes der Bau von insgesamt 30 Wohnungen vorgesehen. Walter: „Ich setze auf den Gestaltungsbeirat, der uns ja schon beim Raiffeisengebäude an der Römerstraße zur Seite gestanden hat.“ Er wies außerdem darauf hin, dass es nicht darum gehe, dem Bauwerber sein Baurecht zu reduzieren. „Uns geht es nur darum, die Gestaltung wesentlich geschmeidiger hin zu bekommen.“

Bauamtsleiter Max Huber wiederum verwies auf die Notwendigkeit von Wohnraum, und dass deshalb im Sinne einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung die verdichtete Bauweise auch gefördert werde. „Es ist für die Ortsmitte von Gilching von großer Bedeutung, dass bestehende Baulücken geschlossen werden. Daher wird das Bauvorhaben aus Sicht der Ortsmittenentwicklung grundsätzlich begrüßt“, betonte Huber.  Er räumte auch ein, dass insbesondere bei der Wohnbebauung Verbesserungsbedarf bestehe und dass deshalb die Einschaltung des Gestaltungsbeirats durchaus Sinn macht.

Skepsis bei Dr. Stefan Hartmann (FDP). „Wir haben bereits viel Hirnschmalz in die Planungen gesteckt. Ich bezweifle, dass deutliche Verbesserungen möglich werden. Die Nachbarn werden sich durch einen Gestaltungsbeirat nicht beeindrucken lassen.“ Vielmehr befürchtet er, dass der Bauwerber durch die neuerliche Verzögerung die Lust an dem Projekt verliere und an einen Bauträger verkaufen wird. „Dagegen sind wir leider nicht gefeit“, sagte Walter. „Allerdings hätten wir diese Verdichtung nie zugelassen, wäre der Antragssteller ein Bauträger gewesen.“ Für eine Beschleunigung des Verfahrens votierte auch Manfred Herz (CSU). „Je länger es dauert, desto teurer wird es. Ich glaube auch nicht, dass durch die Einschaltung des Gestaltungsbeirates die Nachbarn zufrieden zu stellen sind.“ Dass ein Gerichtsverfahren weit länger dauern werde, als der Versuch, durch den Gestaltungsbeirat das Optimale herauszuholen, mahnte wiederum Max Huber. „Vor Gericht werde es sich außerdem mit Sicherheit positiv auswirken, wenn wir beweisen können, in Punkto Gestaltung alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben.“ Einstimmig wurde die Einschaltung des Gestaltungsbeirats beschlossen. LeLe     

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