Nachdem „Ins Paradies" Anfang des Jahres im Einstein Kultur in München erfolgreich uraufgeführt wurde, wurde die kunterbunte Tragikomödie auch an der Mittelschule Nord mit kleinen Abwandlungen gezeigt
Mittelschule Nord
Fürstenfeldbruck - Lustig, schrill, emotional – so zeigten sich die beiden Jungschauspieler Daniela Maria Fiegel und Norbert Ortner in ihrem selbst verfassten Theaterstück. Nachdem „Ins Paradies" Anfang des Jahres im Einstein Kultur in München erfolgreich uraufgeführt wurde, wurde die kunterbunte Tragikomödie auch an der Mittelschule Nord mit kleinen Abwandlungen gezeigt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Zwei-Personen-Stück“. Daniela Maria Fiegel (bekannt aus Rossstall-Stücken wie zuletzt „Die Studentin und Monsieur Henri") und Norbert Ortner (u.a. „Die Rosenheim-Cops") haben das Stück zu zweit geschrieben, inszeniert und wechseln rasant zwischen den Rollen.

Wie haben sich Adam und Eva damals verliebt? Muss man Geld zahlen um ins Paradies zu kommen? Hat Eva für Adam den Haushalt geschmissen? Und wird es dem schüchternen Bernhard gelingen, das Paradies auf Erden zu finden? Das Publikum erlebt eine unterhaltsame und bewegende Inszenierung, die zeigt, dass wir letzten Endes doch alle durch dieselben Träume miteinander verbunden sind. Jeder auf der Suche nach dem eigenen Glück. Dem eigenen Paradies. Die Schüler machten sich im Vorfeld, unabhängig zu ihrer Glaubensrichtung, Gedanken über ihre individuelle Vorstellung vom „Paradies“ und gingen somit inhaltlich eingestimmt in die Vorstellung. Alle Gedanken der Jugendlichen wurden anonym auf dem Weg zum Aufführungsort „Turnhalle“ aufgehängt. Dieser spezielle Aufführungsort machte es nötig, dass die Medien-AG der Schule bereits im Vorfeld vielfältige Herausforderungen zu bestehen hatte, um die entsprechende Technik in der Schulturnhalle zu verwirklichen. Die Schüler unterstützten am Sonntag vor der Aufführung sieben Stunden lang den Aufbau, den Probedurchlauf und die Generalprobe. Im Anschluss an das Theater nutzten die Jahrgänge 9 und 10 die Zeit, um im Publikumsgespräch mehr über die beiden Schauspieler zu erfahren. So hörten sie, dass sich die beiden Akteure nicht von ihrem beruflichen Traum abbringen ließen und beharrlich an ihrer Karriere und dem noch unsicheren Einkommen arbeiten. Träume können gelebt werden. Das sollte auch den Schülern, die am Übergang von der Schule zum Beruf stehen, mit gegeben werden. Dafür muss man an sich glauben und bereit sein, zu kämpfen.
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