– Gewalt beginnt nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online.
Die Lieder des Duos Dunkelziffer tun das, was Musik am besten kann: Spiegeln, Wege zeigen und Hoffnung schenken
Michael C. Peters

Fürstenfeldbruck – Gewalt beginnt nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online. Betroffen von sogenannter Partnerschaftsgewalt sind vor allem Frauen, aber auch Männer. In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt; etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner (Quelle: BMFSFJ).

Die Idee der Bibliotheksreferentin, Stadträtin Irene Weinberg (BBV), das Thema in Fürstenfeldbruck in den Vordergrund zu rücken, wurde zusammen mit der Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht ins Leben gerufen – mit Unterstützung des Vereins Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck e.V., der Ortsgruppe Fürstenfeldbruck von Amnesty International, des Weißen Rings Fürstenfeldbruck sowie der Ökumenischen Erziehungsberatungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, der Gleichstellungsstelle Landratsamt und von Plan International. Daraus wurde sogar eine ganze Aktionswoche mit verschiedenen Veranstaltungen, die die Thematik sachlich, filmisch, musikalisch und proaktiv vermitteln und die Situation in Deutschland und weltweit aufzeigen.

Im Obergeschoss der Stadtbibliothek Aumühle, Bullachstr. 26, finden kommende Woche folgende Veranstaltungen – meist kostenfrei – statt:

Montag, 21. November, 19.30 Uhr: Filmabend „Hinter Türen – eine Dokumentation über häusliche Gewalt“ mit Gesprächsrunde (Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck e.V.), Eintritt frei. Dienstag, 22. November, 19.30 Uhr: Vorträge mit anschließender Diskussion bei freiem Eintritt „Vergessen und verraten – Frauen in Afghanistan“ (Amnesty International), zwei Referentinnen schildern die Situation von Frauen und Mädchen nach der Machtergreifung der Taliban und berichten über besondere Gefahren durch Säureattacken. Mittwoch, 23. November, 19.30 Uhr: Musikalische Lesung „Dunkelziffer“ mit dem Künstlerduo Klaus Zeh und Adeline (Foto: keeponfolkin, Michael C Peters), das sich mit seinem Bühnenprogramm gegen Gewalt an Kindern und Frauen engagiert. Auch der weltweite Kinderhandel und die Zwangsprostitution stehen im Fokus. Erzählt wird die Geschichte von Sophia, einem Mädchen, das sein Zuhause verlassen muss und zu einer grausamen Tätigkeit gezwungen wird. Erschreckende Fakten und aktuelle Stimmen von Menschenrechtsaktivisten beleuchten jenen tabuisierten Bereich unserer Gesellschaft. Und die Lieder des Duos tun das, was Musik am besten kann: Spiegeln, Wege zeigen und Hoffnung schenken. Der Eintritt beträgt 8 Euro, Kartenvorverkauf ist empfehlenswert: stadtbibliothek@fuerstenfeldbruck.de oder unter Tel. 08141 36309-10.

Am Freitag, 25. November, am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, von 14 bis 18 Uhr: Informationsstände der Veranstalter und Beratungsmöglichkeit in anonymer Atmosphäre, mit Kalenderverkauf im Eingangsbereich, Eintritt frei, sowie am Samstag, 26. November von 10 bis 16 Uhr: ein Selbstbehauptungskurs für Frauen und Mädchen ab zwölf Jahren (Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck e.V.), Eintritt: 60 Euro (wer die Kosten nicht aufbringen kann, kann sich zur finanziellen Unterstützung an den Verein wenden), Anmeldung unter frauennotruf@fhf-ffb.de.            red

Kategorie

Das könnte Sie auch interessieren

Puchheim – Um die Artenvielfalt in Puchheim zu fördern und seltene Gemüsesorten zu bewahren, wurde im Jahr 2022 die Puchheimer Saatgutbibliothek als gemeinsames Projekt des Umweltbeirats und des Umweltamts ins Leben gerufen.

Fürstenfeldbruck – Ein Stück Badegeschichte muss aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Die Wasserrutsche der AmperOase wird nächste Woche, vom 20. bis 24. April, abgebaut und abtransportiert. Für die Dauer der Arbeiten bleibt der Durchgang zwischen dem Besucherparkplatz und Badeingang gesperrt.

Gilching – „Generell befindet sich der Einzelhandel im Umbruch“, erklärt Manfred Herz, Inhaber des Hobbyland/Baumarktes am Starnberger Weg in Gilching. Sorge bei vielen Einzelhändlern bereite allgemein der rasant wachsenden Online-Handel, durch den sich das Kundenverhalten massiv verändert habe. Herz: „Besonders auffallend ist dies im Nonfood-Bereich zu beobachten.

Geisenbrunn – Wann und wo genau einen der Pfeil des Amors trifft, lässt sich schwerlich vorhersagen. Dass dies aber in relativ hohem Alter passiert, ist ein Glücksfall, mit dem der 80-jährige Xaver Laußer aus dem Gilchinger Ortsteil Geisenbrunn nicht mehr gerechnet hat. Doch da begegnete ihm unverhofft und fern der Heimat seine Maria.

Landkreis – Einen Monat nach Ausbruch der Geflügelpest in einem Betrieb in Wiedenzhausen (Landkreis Dachau) können sämtliche Sperrmaßnahmen aufgehoben werden.

Gilching – Wer den Gilchinger Gemeinderat besucht, kennt ihre Stimme: Klar, eindringlich und voller Leidenschaft hält Gabriele Taubenhuber im Rahmen der Bürgersprechstunde immer wieder Plädoyers zum Schutz der Natur.

Puchheim – Anfang Februar traf sich das ehrenamtliche Fahrerteam der Puchheimer Rikscha zum ersten Teamtreffen des Jahres, um gemeinsam die kommende Saison zu planen.

Fürstenfeldbruck – Seit 1. April ist es amtlich: Die B2 führt jetzt über die Oskar-von-Miller-, die Fürstenfelder- und die äußere Schöngeisinger Straße.