Bereits seit Mitte März hat die Polizei die Auto-Tuningszene und sogenannte Autoposer ins Visier genommen. Ein Schwerpunkt lag hierbei im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Bereits seit Mitte März hat die Polizei die Auto-Tuningszene und sogenannte Autoposer ins Visier genommen. Ein Schwerpunkt lag hierbei im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Polizei Olching

Olching - Bereits seit Mitte März hat die Polizei die Auto-Tuningszene und sogenannte Autoposer ins Visier genommen. Ein Schwerpunkt lag hierbei im Landkreis Fürstenfeldbruck. Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen konnten zahlreiche Verstöße festgestellt und so ein wichtiger Beitrag für die allgemeine Verkehrssicherheit auf unseren Straßen geleistet werden.

Im Fokus der Polizeibeamtinnen und -beamten stand unter anderem eine Tankstelle im Gemeindebereich Olching/Geiselbullach, die sich im Laufe der Zeit zu einem beliebten Treffpunkt der Szene entwickelt hatte. Vor allem an Wochenenden treffen sich hier zumeist junge Autobegeisterte mit teils bis zu 75 Autos, um sich und ihre individuell modifizierten Fahrzeuge zu präsentieren. Bei konzertierten Kontrollaktionen in den Monaten März und April wurden insgesamt rund 70 Fahrzeuge verschiedener Hersteller überprüft. Hierbei wurden die örtlich zuständigen Polizeiinspektionen Dachau und Olching unter anderem auch von Kollegen aus Gauting, Landsberg am Lech und München unterstützt.

Bei 23 Fahrzeugen waren die Veränderungen allerdings so gravierend, dass die Betriebserlaubnis erlosch. In drei Fällen wurde das beanstandete Fahrzeug zur Erstellung eines Gutachtens noch direkt vor Ort sichergestellt und abgeschleppt. Neben den baulichen Veränderungen fallen die Fahrerinnen und Fahrer von getunten Fahrzeugen nicht selten durch Geschwindigkeitsverstöße auf. Aus diesem Grund wurden im Rahmen der Kontrollmaßnahmen auch mobile Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Als besonders verantwortungslos bei den durch die Verkehrspolizeiinspektionen Freising und Fürstenfeldbruck beanstandeten Fahrzeugen erwies sich ein junger Pkw-Fahrer, der anstatt der erlaubten 100 Km/h mit 148 km/h unterwegs war. Insgesamt wurden 220 Anzeigen wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gefertigt. Neun der Kfz-Lenker müssen nun mit Fahrverboten und empfindlichen Geldbußen rechnen.

Auch im Stadtgebiet Dachau wurde im Zuge der Kontrollen verstärkt überwacht, hier insbesondere der Bereich um das Dachauer Schloss. Dort war es in jüngerer Zeit wieder vermehrt zu Belästigungen der Anwohner durch Fahrzeuglärm gekommen. Auch wenn die Autoposerszene dort überwiegend nicht präsent war, wurden dennoch immer wieder Personen und kleinere Gruppen mit ihren Fahrzeugen festgestellt, die gegen die Zufahrtsbeschränkung oder die Bestimmungen des Infektionsschutzes verstoßen hatten. Insgesamt wurden 47 Personen sowohl mündlich als auch per Anzeige beanstandet. 

„Durch diese Kontrollen leisten wir einen wichtigen Beitrag für die allgemeine Verkehrssicherheit auf unseren Straßen“, so der Leiter der Polizeiinspektion Dachau, Thomas Rauscher. „Vielen der zumeist jungen Fahrer ist oft gar nicht bewusst, welche Gefahren zum Beispiel von nicht zugelassenen Autoteilen oder Beschleunigungsrennen ausgehen.“ Inspektionsleiter Hartwin Lang von der Polizeiinspektion Olching fügt ergänzend hinzu: „Die Zahl der festgestellten Verstöße macht deutlich, dass wir auch zukünftig Kontrollen dieser Art durchführen müssen und werden.“

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