Seit Mitte Januar 2020 finden auf dem Glücksspiel Markt in Deutschland große Veränderungen statt. Im Jahr 2017 wurde vom Institut für Wettbewerbsökonomie aus Düsseldorf, kurz DICE, erfasst, dass nur 1,8 % aller Glücksspiele in Deutschland legal gespielt wurden. Die EGBA schaltete sich ein und wurde beim Durchsehen der deutschen Vorschläge für den Glücksspielstaatsvertrag unter anderem durch den EGBA-Generalsekretär Maarten Haijer vertreten.
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Seit Mitte Januar 2020 finden auf dem Glücksspiel Markt in Deutschland große Veränderungen statt. Im Jahr 2017 wurde vom Institut für Wettbewerbsökonomie aus Düsseldorf, kurz DICE, erfasst, dass nur 1,8 % aller Glücksspiele in Deutschland legal gespielt wurden. Die EGBA schaltete sich ein und wurde beim Durchsehen der deutschen Vorschläge für den Glücksspielstaatsvertrag unter anderem durch den EGBA-Generalsekretär Maarten Haijer vertreten. Was wird sich durch den Glücksspielstaatsvertrag ändern und ab wann wird er gültig?

Bevorstehende Vorschriften für neue Regulierungsbehörde für Glücksspiele

Im Gegensatz zu 2011 waren sich knapp 9 Jahre später alle 16 Bundesländer Deutschlands einig: Das Glücksspielgesetz wird verändert und soll zukünftig Online Casino und Online Poker legal werden lassen. Der maßgebliche Grund der bundesweiten Befürwortung des Glücksspiels lieferten die in den letzten Jahren angestiegene Nachfrage nach Online Casinos, im speziellen Automatenspiele und Poker. So soll sich der Schwarzmarkt für Online Glücksspiele auf 20% belaufen. Bisher zeigen die Entwicklungen der Branche, dass die erwarteten Gewinne und Nachfragen der regulierten deutschen Märkte für Oddset und Toto beispielsweise ausblieben. Stattdessen ist die Nachfrage nach international regulierten Glücksspielangeboten gestiegen. Das Endergebnis beinhaltet, dass alle 16 Bundesländer aus Deutschland dem neuen Vertrag für das offizielle Angebot von Online Casinos und Online Poker zugestimmt haben. Der geänderte und für alle Bundesländer geltende Vertrag für Glücksspiele in Deutschland tritt ab dem 1. Juli 2021 in Kraft.

Neue Regulierungskriterien für das Online Glücksspiel in Deutschland

Anfang Januar wurde ein bisher unveröffentlichter neuer Gesetzesentwurf zum bisherigen Glücksspielvertrag von den Vertretern aller 16 Bundesländer diskutiert. Seit 2011 konnte Online Glücksspiel bisher nur von Personen mit Wohnsitz oder Aufenthalt im Bundesland Schleswig-Holstein legal gespielt warden. Durch den neuen Entwurf sieht es gut aus, dass Online Poker, deutsche Online Casinos und Automatenspiele zukünftig legal in Deutschland gespielt warden können. Der Entwurf beinhaltet unter anderem die folgenden Punkte:

 

  • Verstärkung des Schutz von minderjährigen & suchtgefährdeten Personen
  • Technische und gesetzliche Maßnahmen für legales Glücksspiel in Deutschland
  • Tägliches Sperrfenster bei Erreichen einer Suchttendenz
  • Zeitliche Zugangsbeschränkungen für bestimmte Online Casinos und Sportwettenanbietern
  • Festlegung einer Tages-/Nachtzeit, in der keine TV-Werbung für Glücksspiel ausgestrahlt werden kann, Ausstrahlungsverbot von 6-21 Uhr
  • Roulette, BlackJack und Baccarat werden zukünftig in Deutschland nicht legal sein

 

Die Verabschiedung des bisherigen Entwurfs des deutschen Glücksspielstaatsvertrags steht für den 5. März 2020 an. An dem Tag findet die Konferenz der Ministerpräsidenten statt. Das in Kraft treten des anschließend noch einmal überarbeiteten Vertrags für Glücksspiel in Deutschland sollte dann ab dem 01. Juli 2020 in allen 16 Bundesländern gelten. Auf casinoallianz.com sind neben Online Poker Casinos auch Casinos zu finden, die schon jetzt über die in Deutschland legale Glücksspiellizenz aus Schleswig-Holstein verfügen.

 Was sind die möglichen Nachteile?

Der neue Gesetzesentwurf wird voraussichtlich in den deutschen Markt für legales Glücksspiel eine deutliche positive Entwicklung bringen. Dennoch gibt es einige Punkte der Regulierungen, die schon jetzt selbst von Befürwortern des Glücksspiels skeptisch betrachtet werden. Noch ist keine neue Regulierungsbehörde bestimmt worden, durch die das Glücksspiel in Deutschland lizenziert und überprüft wird. Diese Regulierungsbehörde soll als zentralisierte und gemeinsame Aufsichtsbehörde für Glücksspiel agieren. Bei der rechtlichen Form soll es sich um eine öffentliche Einrichtung mit voller Rechtsfähigkeit handeln. Kernziele der deutschen Regulierungsbehörde wären die Vergabe von Lizenzen, Marktbeobachtung und die wissenschaftliche Forschung zu Glücksspielen.

Damit ein Online Casino mit seinen Angeboten eine deutsche Lizenz erhalten kann, sollen voraussichtlich alle Casino Spiele in der vorliegenden Version detailliert beschrieben werden. Hier müssen zum Beispiel Format, Umfang und Spielbedingungen genau erläutert werden. Auch das Online Pokern wird stark reguliert werden. So sollen die Online Casinos mit Poker Angeboten dafür sorgen, dass es technisch nicht möglich ist, das sein Spieler gleichzeitig an mehreren Poker Tischen spielt. Weiterhin muss jede einzelne Poker Version genau beschrieben werden, damit das Online Casino eine gültige Lizenz aus Deutschland erhalten kann.

Pro Bundesland können vorerst bis zu 20 Glücksspiellizenzen vergeben werden. Auch die Spieler und Spielerinnen sollen direkt reglementiert werden. So soll es pro Spielerkonto ein monatliches Limit von 1000 Euro geben. Allerdings ist sowohl den Vertretern der Bundesländer, als auch den Online Casinos klar, dass es äußerst schwer sein wird Spieler bei Erreichen des Limits nicht direkt bei einem anderen Casino weiterzuspielen. Hier sollen einheitlich geführte Listen über Spieler und vor allem gesperrte Spieler zukünftig die entsprechende Unterstützung darstellen.

Die Casino Anbieter werden zusätzlich verpflichtet den Spieler jederzeit über alle erforderlichen Informationen sein Spielerkonto betreffend zu informieren. Außerdem ist von ihnen für die rund um die Uhr geltende Integrität und volle unabhängige Funktionsfähigkeit der Casino Spiele zu sorgen. Die genannten Punkte der bevorstehenden Regulierung und Lizenzierung von Glücksspiel in Deutschland passt sich in kürzester Zeit dem aktuellen nationalen und internationalen Standard an.

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