Die Stadt hat sich den Kommunalen Aktionsplan Inklusion des Landkreises zum Anlass genommen, um in einem ersten Schritt die eigene Barrierefreiheit in der Stadt zu prüfen. Hierzu fand am 28. September 2018 eine Begehung mit Vertretern der Stadt und des Behindertenbeirats statt.
Die Stadt hat sich den Kommunalen Aktionsplan Inklusion zum Anlass genommen, um die eigene Barrierefreiheit in der Stadt zu prüfen.
Stadt Puchheim

Puchheim – Die Stadt hat sich den Kommunalen Aktionsplan Inklusion des Landkreises Fürstenfeldbruck zum Anlass genommen, um in einem ersten Schritt die eigene Barrierefreiheit in der Stadt zu prüfen. Hierzu fand am 28. September 2018 eine Begehung statt, deren Ziel es war, gemeinsam mit Vertretern des Behindertenbeirats und des Seniorenbeirats sowie Mitarbeitern des Bauamtes und des Amtes für Soziales der Stadt Puchheim die bestehenden Barrieren im Stadtgebiet zu begutachten und über Lösungsmöglichkeiten zu sprechen.

Angeregt wurde die Aktion durch den Vorsitzenden des Behindertenbeirats, Dr. Richard Ullmann, denn „um für Menschen an ihrem Wohnort Verbesserungen zu erreichen, ist ein Maßnahmenplan konkret für die lokale Situation zu erstellen“. Die identifizierten Barrieren werden an das Rathaus zurückgemeldet; viele dieser Barrieren wurden auf der gemeinsamen Begehung in Augenschein genommen. Die Strecke hatte ihren Startpunkt an der Mittelschule am Gernerplatz in Puchheim, führte über die Bäumlstraße hin zur Lochhauser Straße. Von dort ging es Richtung Bahnhof durch die Unterführung hindurch über den Grünen Markt bis hin zum Rathaus. Im Rathaussaal wurden zum Abschluss die Barrieren der letzten Station, dem Friedhof Schopflach, allen Anwesenden in einem Video präsentiert.

Gemeinsam zogen die Stadtverwaltung und der Behindertenbeirat das Fazit, dass der durch die Begehung begonnene Dialog weiterhin fortgesetzt werden soll. Einige der bei der Begehung identifizierten Barrieren konnten seit Ende September bereits bearbeitet werden. So wurden an den Treppenstufen vor der Mittelschule Puchheim Sichtstreifen angebracht, ebenso wie an der Rathaustreppe und am Sportplatz an der Bürgermeister-Ertl-Straße. Als weitere bauliche Maßnahmen wurde die Bordsteinabsenkung bei der Überquerung Lochhauser Straße – Ecke Frühlingstraße verlängert sowie die schwer navigierbaren Kopfsteinpflaster in der Einfahrt auf der Höhe der Lochhauser Straße 47 durch Platten ersetzt. Außerdem wird die Beleuchtung in der Lochhauser Straße auf LED-Beleuchtung umgerüstet, wodurch die Gehwege zukünftig besser ausgeleuchtet werden.

Die Gelder hierfür wurden bereits in den Haushalt eingestellt. Am Grünen Markt wurden die schadhaften Kopfsteinpflasterflächen asphaltiert. Neben den baulichen Maßnahmen kann jede Bürgerin und jeder Bürger einen Anteil dazu beitragen, dass die Wege in Puchheim für alle besser zu begehen sind. So sind beispielsweise in den Bürgersteig hereinragende Hecken für Fußgänger problematisch, da sie die Breite des Wegs verringern. Menschen mit Rollstühlen, Gehhilfen, Kinderwagen und auch Kinder, die mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, werden dadurch beeinträchtigt. Auch auf dem Gehweg parkende Autos und Mülltonnen sowie schmale geräumte Spuren durch den Schnee sind für viele Menschen nur ein Ärgernis, für einige Menschen allerdings eine Barriere, die ein freies Bewegen in Puchheim beeinträchtigt.            red

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