Unbürokratische Hilfe die direkt ankommt
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In Gröbenzell leben derzeit 68 Asylbewerber. Bürgerkrieg, politische Unterdrückung und auch die Not in ihren Heimatländern haben sie in die Flucht getrieben. Betreut werden die Asylbewerber vom Arbeitskreis Asyl, einer ehrenamtlichen Initiative Gröbenzeller Bürgerinnen und Bürger. Der Rotary Club München-West hat jetzt dem Arbeitskreis 4000 Euro für seine soziale Arbeit zur Verfügung gestellt. Das Geld erhalten sechs schwangere Frauen aus Nigeria, Eritrea, Afghanistan, Kosovo und Albanien. „Wir wollen den Frauen helfen, über die schmalen staatlichen Hilfen hinaus die notwendige Erstausstattung für die Babys zu beschaffen“ erläutert die Präsidentin des Rotary Clubs, Marianne Schuon. Eine der Frauen ist Lija Zewede aus Eritrea, eine zierliche Person von 19 Jahren mit einem schüchternen Lächeln. Im Juli kommt ihr erstes Kind zur Welt. Vor einem Jahr floh sie mit ihrem Mann auf abenteuerlichen Wegen über Äthiopien, Sudan, Libyen und das Mittelmeer nach Deutschland. Eritrea gilt als Staat, in dem Repression und politische Willkür herrschen. In Deutschland hofft sie mit ihrem Mann auf ein Leben in Freiheit. Ein Teilbetrag der Spende geht an eine Familie mit zwei Kindern aus dem Kosovo, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Die Familie hatte ihr Hab und Gut verkauft, um die Flucht nach Deutschland finanzieren zu können. Die Mittel sollen die Familie dabei unterstützen, im Kosovo wieder Fuß zu fassen.
Im Gröbenzeller Arbeitskreis Asyl sind nach Angaben der Initiatorin und Leiterin Lilo Nitz 80 Personen aktiv. „Unsere Mitglieder fungieren als Familienpaten, erteilen Deutschunterricht und begleiten bei Behördengängen. Aber es geht uns nicht nur um Rat und Hilfe, sondern wir wollen den Asylsuchenden das Gefühl vermitteln, dass sie bei uns in einem fremden Land nicht auf sich alleine gestellt sind “, sagt Lilo Nitz.
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