v.l.: Architekt Franz Balda, Schulreferent Christian Stangl, Landrat Thomas Karmasin, Schulleiterin Andrea Reuß und vom Landratsamt Fürstenfeldbruck Karin Stagge, Günter Sigl und Axel Schuhn.
LRA FFB
Fürstenfeldbruck - Eines der bedeutendsten Schulbauprojekte des Landkreises Fürstenfeldbruck ist einen wesentlichen Schritt vorangekommen: Am Dienstag, den 15. November trafen sich die Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Andrea Reuß, Landrat Thomas Karmasin, der Schulreferent des Kreistags Christian Stangl, Architekt Franz Balda, Vertreter des Schulreferats und des Kreiseigenen Hoch-baus des Landratsamtes Fürstenfeldbruck zum traditionellen Spatenstich für den Neubau der Staatlichen Berufsschule Fürstenfeldbruck mit Werkstätten für die Fachoberschule. Landrat Thomas Karmasin zeigte sich erfreut: „Mit dem heutigen Tag stellen wir erneut unseren Ruf als Bildungslandkreis Fürstenfeldbruck unter Beweis. Jungen Menschen einen optimalen Start in ihr Berufsleben zu ermöglichen, ist eine wertvolle Investition in die Zukunft.“
 
Der Bedarf
Vorausgegangen war ein langer und intensiver Abstimmungs- und Planungsprozess. Bereits in den Jahren 2008/2009 wurde für die Berufsschule ein erstes bauliches Gutachten erstellt. Bis 2011 folgten weitere Untersuchungen. Das Ergebnis war, dass sowohl im Haupthaus, als auch in den Werkstattgebäuden erhöhter baulicher Handlungsbedarf besteht. Auf Grund zahlreicher Veränderungen der Ausbildungsstruktur und -inhalte entsprechen die Räumlichkeiten der Berufsschule nicht mehr den heutigen Anforderungen. Neben der Sanierung war auch das Raumkonzept zu optimieren. Darüber hinaus nutzt die Fachoberschule die Werkstätten der Berufsschule für den fachpraktischen Unterricht mit. Das bedeutet, dass für die Fachoberschule keine eigenen Werk-stätten errichtet wurden.
Diese Untersuchungs- und Abstimmungsergebnisse führten zu weiteren grundsätzlichen Überlegungen, wie mit der Berufsschule weiter verfahren werden soll: Zunächst erarbeitete ein Architekturbüro, die Nutzer, der Kreiseigene Hochbau und das Schulreferat des Landratsamtes Fürstenfeldbruck, ein auf die Berufsschule mit Fachoberschule zugeschnittenes Raumprogramm. Man untersuchte sowohl die Möglichkeit einer Generalsanierung mit Neubauanteilen wie auch einen kompletten Neubau. Zum damaligen Zeitpunkt wurde insbesondere darauf Wert gelegt, den Be-stand einzubinden. Weiteres Ziel war eine kompaktere Organisation und Barrierefreiheit. Ende 2012 beschlossen die Verantwortlichen, eine weitergehende Untersuchung unter Einbeziehung von Fachingenieuren durchzuführen. Ebenso wurde eine Nutzung von Gebäuden im Fliegerhorst wie auch mögliche andere Standorte im Landkreis Fürstenfeldbruck überprüft. Aus der seit Ende Juli 2013 vorliegenden Machbarkeitsstudie ergaben sich dann für einen Neubau und die Generalsanierung nahezu identische Kosten.
 
Die Voraussetzungen
Der Kreistag entschied in seiner Sitzung vom 17.10.2013, die Berufsschule mit den Werkstattgebäuden für die Fachoberschule in mehreren Bauabschnitten abzureißen und vor Ort während des laufenden Schulbetriebs neu zu errichten. Die Regierung von Oberbayern erteilte die erforderlichen schulaufsichtlichen Genehmigungen am 27.08.2015. Die durch mehrere Bauabschnitte bedingte Interimsmaßnahme Container, ging bereits mit dem Schuljahr 2016/17 in Betrieb. Der Bau-antrag für den Neubau der Berufsschule wurde am 09.12.2015 eingereicht. Die Stadt Fürstenfeldbruck genehmigte diesen mit Bescheid vom 15.09.2016. Eine Abbruchanzeige für den 1.Bauabschnitt erfolgte am 03.08.2016, so dass im September 2016 mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen werden konnte.
 
Die Baumaßnahme
Bei dem Neubau handelt es sich um einen dreigeschossigen Baukörper, bestehend aus drei aneinandergesetzten Würfeln mit je einem flach geneigten Blechdach. Die drei Bauteile sind versetzt zueinander angeordnet. Auf diese Weise wird erreicht, dass verschiedene Hofsituationen entstehen, die unterschiedlich genutzt werden. Die Räumlichkeiten der Obergeschosse im Inneren eines jeden Würfels gruppieren sich ebenfalls um je einen besonders gestalteten grünen Innenhof. Die neue Schule wird mit Fernwärme beheizt. Auf den Dachflächen wird, soweit die Himmelsrichtung es erlaubt, eine Photovoltaikanlage eingebaut. Für den modernen Einsatz von E-Autos und E-Bikes sind Ladestationen vorgesehen. Damit schafft der Landkreis auch unter Umweltgesichts-punkten optimale Voraussetzungen für eine moderne Schulanlage.
 
Die Kosten und der Zeitplan
Die geschätzten Baukosten liegen bei 44,1 Mio €. Die Flächen für die Berufsschule und die Fachoberschule incl. der Fachausstattung sind förderfähig und werden voraussichtlich mit einem Zu-schuss nach dem Finanzausgleichsgesetz von der Regierung von Oberbayern mit ca. 13 Mio € unterstützt. Der Terminplan sieht vor, dass der erste Bauabschnitt im September 2018 bezugsfertig ist und der zweite im Sommer 2020. Im Anschluss werden die letzten alten Gebäudeteile abgerissen und die Außenanlagen erstellt.
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