Die Geburtsstunde der S-Bahn liegt heute fast auf den Tag genau 50 Jahre zurück. Am 28. April 1972 startete der Verkehr auf der neu gebauten Stammstrecke. Zum Start in ihre runde Geburtstagswoche schickt die S-Bahn deshalb ein besonders gestaltetes Fahrzeug in den Einsatz.
(v.l.n.r.): S-Bahn-Chef Heiko Büttner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Klaus-Dieter Josel und Thomas Prechtl, Sprecher der Geschäftsführung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft
S-Bahn München / BK Media Solutions

München - Die Geburtsstunde der S-Bahn liegt heute fast auf den Tag genau 50 Jahre zurück. Am 28. April 1972 startete der Verkehr auf der neu gebauten Stammstrecke. Zum Start in ihre runde Geburtstagswoche schickt die S-Bahn deshalb ein besonders gestaltetes Fahrzeug in den Einsatz. Im Beisein von Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, dem DB-Konzernbevollmächtigten für den Freistaat, Klaus-Dieter Josel, sowie S-Bahn-Chef Heiko Büttner trat der Jubiläumszug heute seine erste Fahrt durch die Stammstrecke an. Mit der bunten Außengestaltung greift der Zug Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der S-Bahn auf. Ab sofort rollt das Fahrzeug als Botschafter des runden Geburtstags durch das gesamte S-Bahn-Netz.
 

Die Außengestaltung des Zuges greift Geschichte, Gegenwart und Zukunft der S-Bahn auf: in chronologischer Reihenfolge von einer Zugspitze zur anderen. Beginnend mit der hellgrau-blauen Lackierung aus der Anfangszeit der S-Bahn, über die orangefarbene Lackierung und schließlich die verkehrsrote Farbgebung der Gegenwart, bis hin zur Zukunft mit noch mehr nachhaltiger Mobilität und der Verkehrswende. Für den Jubiläumszug haben Spezialist:innen im S-Bahn Werk Steinhausen am Wochenende insgesamt 350 Quadratmeter Spezialfolie auf dem Fahrzeug angebracht. Der ET 423 ist ab heute im gesamten S-Bahn-Netz unterwegs.

In 50 Jahren hat sich die S-Bahn stark gewandelt. Der große Erfolg des Systems war stets Motor für Veränderungen. Rechneten Prognosen seinerzeit mit rund 240.000 Reisenden täglich, sind heute in der Spitze bis zu 950.000 Fahrgäste unterwegs. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, wuchs auch die S-Bahn schnell. Neue Abschnitte kamen dazu, wie 1988 die S3 nach Nannhofen, 1992 die Anbindung des Flughafens oder 2014 die elektrifizierte Strecke nach Altomünster. Parallel wurden bestehende Außenäste ausgebaut. Dank moderner Signaltechnik und einer komplett erneuerten und stark vergrößerten Fahrzeugflotte konnte 2004 der 10-Minuten-Takt starten. All das zeigt die Entwicklung eindrücklich: 1972 bestand vielerorts noch ein 40-Minuten-Takt und die S-Bahn startete mit etwas mehr als 100 Fahrzeugen in den Betrieb. Heute rollen die Züge in der Rush-Hour auf drei Linien alle zehn Minuten und mit mehr als 270 Fahrzeugen hat sich die Flotte fast verdreifacht. 

Trotz dieser dynamischen Entwicklung wuchsen die Fahrgastzahlen noch stärker als das S-Bahn-System. Deswegen investieren Bund, Freistaat und DB auch heute wieder kräftig in die Zukunft. Schritt für Schritt geht es ins modernste S-Bahn-System Deutschlands: Rund 50 Projekte sind für den Bahnausbau in der Region München geplant. Allen voran die 2. Stammstrecke – hier laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Ebenfalls angepackt ist der Neubau des elektronischen Stellwerks am Ostbahnhof, das schon ab Mitte 2023 in Betrieb geht und Qualität und Zuverlässigkeit der S-Bahn verbessern wird. Auch für Fahrzeugnachwuchs wird gesorgt: Über 100 topmoderne Züge in XXL-Länge beschafft die S-Bahn im Auftrag des Freistaats und baut für ihre Wartung zwei neue Werke. In Steinhausen entsteht außerdem ein neues Ausbildungszentrum und dieses Jahr geht am Ostbahnhof eine neue integrierte Leitstelle mit modernster Technik in Betrieb. Sie ist bereit für den wachsenden S-Bahn-Verkehr der Zukunft mit der 2. Stammstrecke.
 

 

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