Fürstenfeldbruck – Die Aktion „Azubis leiten eine Station“ wurde am Klinikum Fürstenfeldbruck Mitte April erstmals durchgeführt, so erfolgreich, dass eine Wiederholung schon gesetzt ist.
Für die Patienten war es zunächst eine Überraschung: Auf einmal sind es vor allem Auszubildende, die den Alltag auf der Station organisieren. Doch genau das steckte hinter der Aktion „Azubis leiten eine Station“: Für eine Woche übernahmen angehende Pflegekräfte eigenständig die Betreuung, natürlich begleitet und unterstützt von erfahrenem Fachpersonal im Hintergrund.
„Das zentrale Ziel dieses Projekts war es, den Auszubildenden einen realistischen Einblick in ihren zukünftigen Beruf zu geben und dabei Theorie und Praxis zu verknüpfen. So lernen sie, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und im Team zu arbeiten“, erklärt Pflegedirektorin Elke Boch.
Im Alltag der Projektwoche bedeutete das für die Azubis: Sie planten Pflegeabläufe, führten Gespräche mit Patienten, dokumentierten wichtige Informationen und koordinierten sich mit Ärztinnen und Therapeuten. Auch die organisatorische Stationsleitung samt der Erstellung des Dienstplans hatte eine Auszubildende übernommen. Federführend waren beim Projekt die Azubis des dritten Lehrjahres, die übrigen haben ihnen zugearbeitet.
„Ich freue mich sehr, dass es gleich beim ersten Mal so gut geklappt hat“, ergänzt Praxisanleiterin Emilia Tyralla, die das Projekt konzipiert hat. „Es war toll, die schnellen fachlichen und persönlichen Entwicklungen der Azubis in den wenigen Tagen zu beobachten. Ich bin wirklich stolz darauf, was sie in dieser Woche geleistet haben.“