Autoren, Künstler und Theaterleute in Gilching haben einen Lese-Club für Kinder ins Leben gerufen.
Simone Peter/pixelio.de
Gilching – Es gibt keinen besseren Weg, Kinder zum Lesen zu motivieren, als das Vorlesen. Eine liebe Gewohnheit, die seit der rundum Berieselung durch Fernsehen und Spielen am Computer viel zu kurz kommt. Autoren, Künstler und Theaterleute haben sich nun zusammengetan und werden ab Herbst mit einem Lese-Club für Kinder starten. Bildung ist Grund-Voraussetzung für ein erfolgreiches Leben. Dazu gehört auch, Geschriebenes aufzunehmen und richtig zu interpretieren. „Je früher Kinder mit Literatur vertraut gemacht werden, desto eher besteht die Chance, sie dafür zu begeistern“, betont Oliver Kübrich, Schauspieler und Regisseur bei den Inninger Gmoagauklern. Erklärtes Ziel des Lese-Clubs unter Schirmherrschaft des Gilchinger Vereins Kinderinsel ist es, auf die pädagogische Bedeutung der Kinder- und Jugendliteratur im Zeitalter moderner Kommunikationsmittel aufmerksam zu machen. Vorgesehen sind unter anderem Begegnungen mit heimischen Autoren, die erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind, mit Sprach- und Theaterexperten, die ins Rollenspiel und ins Auswendiglernen von Texten einführen beziehungsweise wird es „Stadtführungen“ in Kooperation mit heimischen Ortskundigen geben, bei dem historisches Hintergrundwissen kindgerecht vermittelt und im Anschluss künstlerisch in Bild und Text unter Anleitung der Kunsterzieherin Renate Groß umgesetzt wird. Kübrich: „Wir denken da an ein eigenes kleines Büchlein, das von den Kindern erstellt wird oder an Ausstellungen, unter anderem im Rathaus. Es gibt so viele Möglichkeiten und wir hoffen, dass sich weitere Menschen mit Lust an kreativen Aktionen finden, mitzumachen.“ Zumal auch Lesungen in Kindergärten und Schulen im Landkreis vorgesehen sind. Finanziert wird das Projekt durch Spenden beziehungsweise durch Veranstaltungen zugunsten des Lese-Clubs innerhalb der Kinderinsel. Gestartet und vorgestellt wird das Projekt anlässlich der zweiten Gilchinger Kulturwoche im Oktober. Erster Gast ist Mundart-Autor und Wortverdreher Wolfgang Oppler. Er wird am Mittwoch, 19. Oktober, im Saal von Betreuten Wohnen sein neuestes Werk „Bärendreck und Blasmusik“ aus dem Weßlinger Verlag Leitner zugunsten der Nachwuchsförderung vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr. Näheres dazu unter www.my-wortwechsel.de.
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