Zehn Frauen und Mädchen nahmen am Frauen-Selbstverteidigungskurs der Abteilung Ju-Jutsu/Karate des SC Unterpfaffenhofen-Germering teil.
Ju-Jutsu beruht auf drei Säulen: Prävention, Selbstbehauptung, Selbstverteidigung. Das Foto zeigt die Teilnehmerinnen des Selbstverteidigungs-Workshops.
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Germering – Ein Mann nähert sich einer Frau. Es ist nur eine Übung in einem geschützten Raum, aber die Anspannung ist spürbar. Wie nahe kann sie ihn an sich heranlassen, bis sie sich nicht mehr wohl fühlt? Nur sie allein kann ihre individuelle Grenze fühlen und rechtzeitig verteidigen. In diesem Spiel genügt ein deutliches „Stopp!“ in Verbindung mit einer abwehrenden Körpersprache und Blickkontakt. Der Mann, es ist der Trainer des Kurses, hält sofort.
Insgesamt zehn  Frauen und Mädchen nahmen Ende November am Frauen-Selbstverteidigungskurs der Abteilung Ju-Jutsu/Karate des SC Unterpfaffenhofen-Germering (SCUG)  teil. Der Kurs wurde im Rahmen der 10. Germeringer  Frauentage angeboten und von Astrid Grimm, Kursleiterin Frauenselbstsicherheit, und Ottmar Thalmeier, Ausbilder für Selbstverteidigung beim Flughafenzoll München, geleitet.
Bevor jedoch wirkungsvolle Selbstverteidigungstechniken geübt wurden, lernten die Teilnehmerinnen wie sie durch präventive Maßnahmen  und klare Selbstbehauptung schon im Vorfeld Gefahrensituationen vermeiden können.  Denn das Konzept des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes (DJJV) beruht auf den drei Säulen Prävention, Selbstbehauptung, Selbstverteidigung.
Die Statistiken der Polizei zeigen, dass  sexuelle Übergriffe hauptsächlich im persönlichen Nahbereich passieren. Gerade da fällt es Frauen schwer – meist aus Höflichkeit oder Angst – Grenzen zu setzen. Sollte es zu einem Übergriff kommen, dann konnten über 80 Prozent der Frauen, die sich wehrten, eine Vergewaltigung verhindern.
„Am wichtigsten ist immer die eigene körperliche Unversehrtheit“, betonte Ottmar Thalmeier. Der Zollbeamte ist aus beruflichen Gründen Konfliktsituationen ausgesetzt und die Teilnehmerinnen profitierten von seinen Tipps zur Gewaltprävention und  Entschärfung von gefährlichen Situationen.
Wenn sich eine Konfrontation trotz aller vorbeugenden Maßnahmen nicht vermeiden lässt, dann ist entschiedene Selbstverteidigung angesagt. „Wer sich zur Verteidigung entschlossen hat, muss mit aller Konsequenz handeln“, erklärte Astrid Grimm. Dies setzt einen starken Willen voraus. Übungen zur Willensschulung machen den Frauen deutlich, dass das Aufgeben zuerst im Kopf stattfindet und sie im Notfall über ungeahnte Kraftreserven verfügen.
Am letzten Kurstag stieg Ottmar Thalmeier in den Schutzanzug. Nun durften die Teilnehmerinnen ihre gelernten Verteidigungstechniken mit aller Kraft und Konsequenz einsetzen. Und da sich jede mit der Angst auseinandergesetzt hatte, zeigte sich der Erfolg der beiden Tage. Jede Frau schaffte es, mit einfachen aber konsequent durchgeführten SV-Techniken den Gegner „k.o.“ zu schlagen.
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