Initiatoren Brucker Kulturnacht mit Plakaten, Altes Rathaus FFB
Ohne den fleißigen Einsatz zahlreicher Engagierter und Sponsoren wäre so eine Perle wie die jährliche Sommer-Kulturnacht nicht möglich.
Birgit Helwich

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Kulturnacht zur nächtlichen Stunde ist eine fest etablierte sommerliche Institution im regionalen Veranstaltungsjahr. Zahlreiche Besucher*innen bestätigen dies jährlich aufs Neue. Und so locken auch 2026 wieder zahlreiche Spielstätten Groß und Klein mit sorgfältigem Programm.

In dieser Form, in diesem Umfang, in dieser Qualität und zu dem nach wie vor moderaten Eintrittspreis ist das besondere Event nur durch das Engagement vieler und die kontinuierliche Unterstützung von verschiedenen Sponsoren machbar.

Ausstellungen, Kunst, Literatur, Livemusik, Performance, Theater und Zauberei

Von 19 Uhr bis tief in die Nacht legen sich diesen Samstag, (27. Juni) Museen, kulturelle Institutionen und Verwaltung, Stiftungen sowie ehrenamtlich tätige Kunst- und Kulturvereine erneut ins Zeug.

Das Klosterareal Fürstenfeld wartet auf mit Klassikern, wie dem Improtheater der „Neuen Bühne Bruck“ und den Orgelkonzerten in der Klosterkirche, in diesem Jahr erweitert um ein Konzert der „Stadtkapelle FFB“. Auch das Energiemuseum mit seinen Vorführungen der historischen Turbine und die Alte Schmiede mit der Präsentation von Kurs-Arbeiten sind wieder dabei. „Zeitgeist“ und „Mo’Fazz“ sorgen ein weiteres Mal mit bester Musik für gute Stimmung und die „Viscardi-Varieté-Stelzenläufer“ sind erneut mit ihren fantasievollen Kostümen als Walk-Act unterwegs. Neu hinzu kommt „Maya in motion“ mit ihrer heiter-luftigen Seifenblasenshow. Im Museum kann man gleich drei Sonderausstellungen besichtigen, zudem bietet der „Historische Verein“ Speed-Führungen durch Archäologische Abteilung und Kloster.

Das „Brucker Brett’l“ lässt die Zuschauenden an ihrem Verstand zweifeln. In der Kulturwerkstatt HAUS 10 gibt es eine Klang-Performance mit Bezug zur aktuellen Ausstellung. Erstmals geboten ist auch im Fuchsbau im Aumühlengelände experimentelle Musik und ein offenes Atelier. Auf dem Weg dorthin lassen die „Poetryslamer*innen“ des Viscardi-Gymnasiums im Stadtpark Worten Flügel wachsen. „Fredy Gareis“ liest in der Stadtbibliothek aus seinen Reiseerinnerungen, während „Jana Herrmann“ in ihrer Darbietung Schauspiel und Feuerkunst verbindet. Kreative Angebote des Kreisjugendrings und die Lounge auf dem Aumühlenplatz komplettieren das umfassende Angebot.

Nach einer längeren Pause ist heuer die „SUBKULTUR“ wieder mit von der Partie! Hier sorgen „Drea &the Wildflowers“ mit sanftem Indie-Folk und Pop sowie eine Fassaden-Lichtshow für gute Stimmung. Im Salzturm des Stadtbauhofs nebenan spielen sich „FØNK“ durch Jahrzehnte des Funk. Auf dem Platz vor der Leonhardikirche gibt es wieder Kurzführungen mit „Petra Vögele und Finn Pulver“, und um die Ecke begeistern die „Bluestrings“ in der Hans Kiener Halle, einem weiteren neuen Kulturnacht-Spielort. Das Landratsamt präsentiert das Zupforchester „Ensemble Roggenstein“ und die „Old School Bigband FFB“. „Reiwas“ erzählt im Alten Rathaus musikalische Geschichten, während das Magierduo „Verschmittst“ mit seiner Zaubershow fasziniert. Im Lichtspielhaus haben sich die Kurzfilme von Studierenden der „HFF“ bewährt; dazu im Wechsel spielt „Black Patty“ Südstaaten-Musik. Die Preview „Auf zwei Rädern“ beschließt hier den Abend. Zu einer Kunstausstellung mit Schülerarbeiten zum Thema „Lebensreform um 1900 und einen Vortrag über Sommerhäuser für Städter in dieser Zeit“ lädt die Kester-Haeusler-Stiftung. Auf dem Jexhof schließlich gibt es Nachtwanderungen und Lesungen mit Schauergeschichten. Und selbst die Shuttle-Busse sind musikalisch unterlegt.

Ein Ticket-Armband berechtigt an allen Veranstaltungsorten zum Eintritt und gilt als Fahrschein für den Shuttle-Bus, der alle Stationen regelmäßig anfährt. Auch das Radltaxi verkehrt von und zum Lichtspielhaus. Nahezu alle Events sind regensicher. Und für das leibliche Wohl ist an vielen Spielstätten gesorgt.

Der Eintritt kostet 13 Euro, für Studierende & Azubis, Jugendliche von 14 bis 18 Jahren & Menschen mit Schwerbehinderung 7 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Tickets sind am Abend bei allen Veranstaltern (außer dem Energiemuseum) erhältlich. Vorverkauf: Infopoint im Rathaus, Stadtbibliothek, Museum und Lichtspielhaus. Weitere Informationen: www.bruckerkulturnacht.de, Facebook und Instagram.

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